Faszination Abenteuer: Vulkan Mayon lockt Touristen-Ansturm

Der Vulkan Mayon auf den Philippinen hat bereits vier Todesopfer gefordert, tausende Bürger des Landes mussten evakuiert werden. Doch Touristen lockt die Gefahr des Vulkans, die Faszination des Abenteuers geradezu an.

In Scharen strömten sie ins Land, um den Todes-Vulkan zu bestaunen, riskieren dabei nicht selten schwere gesundheitliche Schäden oder sogar ihr Leben. Die örtlichen Behörden sind mit dem Touristen-Ansturm überfordert.

Jeden Moment droht der Vulkan zudem richtig auszubrechen. Schon seit mehreren Wochen schießt immer wieder Asche, Lava und Rauch in den Himmel.

Das tödliche Naturschauspiel fasziniert die Menschen dennoch.

So könnte die Provinz Albay in einem Monat so viele Besucher bekommen wie sonst in einem ganzen Jahr – rund 76 000, sagte Gouverneur Joey Salceda. „Unsere Hotels sind ausgebucht, Flüge und Busse sind voll, und Restaurants, Geschäfte und Nachtclubs melden blühende Geschäfte“, sagte er.

Der philippinische Mayon gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Selbst ohne Tätigkeit gehört er wegen seiner perfekten Kegelform zu einem der beliebtesten Urlauber-Ziele des Landes.

Derzeit ist das Spektakel besonders am Abend eindrucksvoll: rote Lavaströme ergießen sich vom Kraterrand sechs Kilometer in die Tiefe. Oft stößt der Vulkan auch kilometerhohe Aschefontänen in die Luft.

So mancher Tourist schlägt alle Warnungen in den Wind und fährt auf eigene Faust mit Leihwagen in die Nähe der Lawaströme.

Die Behörden warnen eindringlich vor derartigen Aktionen. Es ist lebensgefährlich, weil immer wieder Gesteinsbrocken aus dem Krater geschleudert werden. Außerdem könnte eine plötzliche Explosion, die tonnenweise Lava über die Hänge schleudert, jederzeit ein Todesurteil sein.

Sicherheitskräfte sind jetzt abgestellt, um die Touristen aus den Gefahrenzonen fern zu halten, allerdings nicht immer erfolgreich.

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