3. Prozesstag im Gerichtssaal-Mord: Killer Alex W. dreht durch !

Am 3. Prozesstag in den Verhandlungen gegen den Gerichtssaal-Mörder Alex W. (28) ist der Angeklagte ausgerastet. In einem plötzlichen Wutanfall drehte er völlig durch.

Zahlreiche Beamte waren nötig um den Russland-Deutschen in Schach zu halten.

Alex W. stampfte mit den Füßen und schlug seinen Kopf auf die Tischplatte. Drei Beamte mussten den kräftigen Mann festhalten. Seine Bewachung wurde verstärkt.

Die grausame Tat des Angeklagten hatte bereits weltweit, vorrangig in arabischen Ländern Entsetzen hervorgerufen. Am Dienstag schilderte eine Gerichtsmedizinerin die grausamen Verletzungen des Mord-Opfers.

Jetzt drehte der Angeklagte durch. Der gefährlichste Prozess des Jahres gerät mehr und mehr zu einer Verkettung von skandalösen Auftritten.

Bereits vor seinem Wutanfall hatte Alex W. die Verhandlung um anderthalb Stunden verzögert. Er verlangte einen Arzt und wurde im Haftkeller des Gerichtsgebäudes untersucht. Einzelheiten sind nicht bekannt.

Der Angeklagte hatte sich in dem Mord-Prozess bislang völlig abgekapselt und zu allen Vorwürfen geschwiegen. Er betrat den Saal bisher stets vermummt. Am Dienstag hatte er erstmals seine Sonnenbrille abgenommen.

Am Mittwoch soll der ehemalige Pflichtverteidiger eine Aussage vor dem Landgericht Dresden machen.

Der Anwalt hatte den Russlanddeutschen bei der Verhandlung am 1. Juli vertreten, als sein Mandant plötzlich die damalige Zeugin Marwa E. mit einem Messer angriff und tötete.

Um die wehrlose Frau zu schützen, warf der Anwalt einen Stuhl auf seinen Mandanten. Doch der kräftige Mann stieß immer wieder seine Waffe in den Körper von Marwa E. – sie verblutete. Der Killer hatte ihr das Messer direkt ins Herz gestoßen und dieses unwiederbringlich zerstört.

Das Motiv für den unfassbaren Mord, der im Gerichtssaal während einer Berufungsverhandlung wegen Beleidigung stattfand: Hass auf Nichteuropäer und Moslems. Alex W. hatte die Ägypterin im Sommer 2008 als „Islamistin“ und „Schlampe“ bezeichnet.

Der Killer muss sich wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Alex W. hat sich bisher nicht zur der Tat geäußert.

In dem gefährlichsten Prozess des Jahres sollen insgesamt 30 Zeugen gehört werden. Ein Urteil könnte am 11. November fallen.

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