8 Jahre Haft: Mutter von verhungertem Robin verurteilt

Der kleine Robin musste mit nur zwei Jahren kläglich und mutterseelenallein verhungern. Seine Mutter ließ ihn alleine zu Hause zurück, um ihren Vergnügungen nach zu gehen.

Im Revisionsprozess gegen die Mutter des zweijährigen verhungerten und verdursteten Robin aus Kirchberg (Sachsen) ist das Urteil nun gefallen:

Yvonne E. wurde wegen Totschlags und Misshandlung Schutzbefohlener zu einer Haftstrafe von 8 Jahren verurteilt.

Das Urteil ist sofort rechtskräftig, weil alle auf Rechtsmittel verzichteten.

Die Mutter hatte ihren kranken Sohn Robin kurz vor Weihnachten 2007 fast drei Tage lang allein in seinem Gitterbett zurückgelassen und einen Bekannten in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) besucht.

Dem hilfllosen Jungen legte sie ein paar Kekse und eine Flasche ins Bettchen, dann fuhr sie davon.

Obwohl die Mutter bei der Rückkehr an Heiligabend deutlich sehen musste, dass es dem Kind sehr schlecht ging, holte sie keine Hilfe. Als sie schließlich doch einen Notarzt rief, atmete Robin schon nicht mehr.

Die Ärzte konnten den kleinen Jungen nicht mehr wiederbeleben.

Die Vorsitzende Richterin Simone Herberger unterstrich in der Urteilsbegründung, Yvonne E. habe den Tod Robins zu verantworten: Als dreifache Mutter habe sie wissen müssen, wie sie mit einem kränkelnden Kind umzugehen habe.

Erschütternd: „Zum Zeitpunkt des Verlassens ihres Kindes hat sie in Kauf genommen, dass Robin stirbt“, erklärte die Richterin.

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