Abschussbefehl: Aachener Zoo will Eifel-Panther retten

Der Eifel-Panther verbreitet, neben Bewunderung und Neugierde, auch Angst und Schrecken. Seit Tagen geistert das Tier durch das Drei-Länder Eck um Aachen.

Jüngst wurde der Eifel-Panther von einem Pärchen nahe dem belgischen Malmedy gesehen. Das Tier scheint kräftig und gesund zu sein, doch die belgische Polizei hat nun einen Abschussbefehl ausgegeben. Der Eifel-Panther soll abgeschossen werden.

„Wenn wir den Panther nicht einfangen können, müssen wir ihn leider erschießen. Der Schutz der Bürger geht vor, schließlich handelt es sich um ein gefährliches Raubtier.“ erklärt ein Sprecher der belgischen Polizei.

Am Montag wurde der Panther auf einer abgelegenen Mülldeponie nahe des Dorfes Falize (ca. 1 km von Malmedy entfernt) von Spaziergängern gesehen. Das Tier stöberte nach Essensresten. Polizist Velz: „Kurz darauf waren drei unserer Beamte da. Sie hielten Abstand, sahen aus 100 Metern Entfernung den Panther.“

Aachens Euregiozoo-Chef Wolfram Graf-Rudolf ist entsetzt über den Abschussbefehl: „Erst muss alles getan werden, das Tier lebend einzufangen. Es wäre eine Katastrophe, wenn der Panther abgeknallt wird.“

Der Zoo-Direktor würde das Tier auch in seinem Zoo dauerhaft beherbergen, wenn es lebend eingefangen wird.

Forstwirt Heino Krannich, Spezialist für Wildtierbetäubungen, bot bereits seine Hilfe an: „Ich kann mit einem Narkosegewehr auf den Panther schießen – so hätten wir ihn lebendig.“

Michel Velz: „Wir haben einen belgischen Raubtierexperten kontaktiert. Mal sehen, was passiert.“ Der Polizist sagt aber auch: „Wir suchen einen Scharfschützen.“. Es bleibt also nur zu hoffen, dass der Panther so schlau ist, und künftig weiter auf deutschem Gebiet streunen geht …

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