Ackermann und Merkel: Geburtstags-Party auf Steuerzahler-Kosten

Zum 60. Geburtstag von Deutsche Bank Chef Josef Ackermann hat die Kanzlerin persönlich eingeladen. Die Kosten für die Geburtstags-Sause zahlt der Steuerzahler !

Das ARD-Magazin „Report Mainz“ berichtete jüngst unter Berufung auf einen Bericht des Bundeskanzleramts aus dem Monat Mai über die Veranstaltung und ihre Kosten. Für zusätzliches, externes Servicepersonal fielen demnäch 2100 Euro an. Die Kosten für das Abendessen konnten dem Bericht zufolge nicht errechnet werden.

Die Aufwendungen seien aus den „etatisierten Haushaltsansätzen für Personal- und Sachkosten – Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt – finanziert“ heißt es weiterhin in dem Bericht.

Im TV hatte Ackermann von dem Angebot der Kanzlerin erzählt, rund 30 Freunde ins Kanzleramt einzuladen.

Am Mittwoch muss die Bundesregierung den Haushaltsausschuss über die Kosten des Abendessens informieren. Die Deutsche Bank verweigerte laut „Report Mainz“ eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Das Bundeskanzleramt habe bislang nicht reagiert.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, kritisierte den Vorgang. „Man kann als Kanzlerin nicht jemandem anbieten, auf Kosten des Steuerzahlers seinen 60. Geburtstag mit freier Entscheidung über 30 Gäste exklusiv mit gutem Wein und Essen im Kanzleramt zu feiern“, sagte Künast „Report Mainz“.

Auch die SPD empfindet das Verhalten der Kanzlerin als unangemessen.

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, kritisierte dem Bericht zufolge: „Wenn aus einem privaten Anlass dort eingeladen wird, dann ist das nicht in Ordnung, das kann nicht auf Steuerkosten dann bezahlt werden.“

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