ADAC Test: Ein Viertel der Werkstätten pfuscht

Der Automobilclub ADAC hat eklatante Mängel bei deutschen KFZ-Werkstätten festgestellt. Rund jede vierte Werkstätte (27 Prozent) fand demnach nicht alle präparierten Mängel im Testauto.

Besonders schlimm: Die Kunden mussten häufig für Arbeiten bezahlen, die gar nicht ausgeführt worden waren.

Dabei stehen alle vom ADAC eingebauten Mängel als zu kontrollierende Punkte in den Wartungslisten, die der Hersteller vorschreibt. Jeder Betrieb hätte sie finden müssen.

Besonders gut schnitten im Test Vertragswerkstätten von Mercedes ab. Hier fanden alle fünf teilnehmenden Werkstätten alle Mängel und erbrachten hervorragenden Service.

Größter Flop: eine Toyota-Werkstatt, die vier von fünf Mängeln übersah. Obendrein berechnete sie ein unnötiges Zusatzmittel.

Rund zwei Drittel der geprüften Werkstätten (49 Betriebe) schnitten „sehr gut“ ab. Drei Betriebe waren „ausreichend“ oder „mangelhaft“.

Dennoch ärgerlich: Der häufigste Mangel war das Abrechnen von nicht durchgeführten Leistungen. Viele Rechnungen waren zudem nicht verständlich.

Der ADAC rät Autobesitzern daher den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzusehen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen. Außerdem sollten unklare Posten auf der Rechnung stets besprochen werden.

Außerdem sollte die Bearbeitung der Wartungslisten eigenständig geprüft werden. Ist z.B. eine Glühlampe immer noch kaputt? Dann sollten Sie sofort reklamieren.

Außerdem sollte verlangt werden, dass die Werkstätten ihre Stundensätze deutlich auf die Rechnung schreiben.

Außerdem dürfen keine Zusatzarbeiten ungefragt ausgeführt und berechnet werden.

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