Ärzte-Pfusch: Brustamputation bei gesunder Frau

Stefanie W. (34) aus Baden-Württemberg weiß, was eine Krebs-Diagnose bedeutet. Bei der zweifachen Mutter wurde ein Knoten in der linken Brust diagnostiziert, eine Fehldiagnose. Die 34-Jährige war gar nicht krankt.

Dennoch wurde ihr ein Teil der Brust amputiert. Dann der Schock:

„Meine entnommenen Gewebeproben wurden mit den Proben einer krebskranken Frau vertauscht“, sagt Stefanie W.. Sie selbst hatte keinen Krebs, nur eine harmlose Gewebeverhärtung.

All die Sorgen und Schmerzen – ganz umsonst. Eine Entschuldigung des Arztes – Fehlanzeige.

Drei Jahre lang musste das Opfer der Fehldiagnose um eine mikrige Entschädigugn kämpfen. Stefanie W. verklagte das Klinikum Böblingen-Sindelfingen und den Pathologen der Uni Tübingen.

Doch die Anwältin des Pathologen kündigte an, bis in die letzte Instanz zu gehen.

„Ich habe nicht die Kraft, das durchzufechten“, sagte die Patientin. Sie wurde wegen des Behandlungsfehlers psychisch krank.

Jetzt lenkte das Klinikum Böblingen-Sindelfingen doch ein, zahlt aber nur 25 000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld für die entstellte Brust.

Eine Schuld hat keiner der Mediziner zugegeben.

Stefanie W.: „Ich warte immer noch auf eine Entschuldigung der betroffenen Personen.“

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