Amok-Opa aus Schwalmtal: So brutal ist der Mörder

Er plante seinen Amoklauf, seinen Rachefeldzug akribisch. Der Amok-Opa aus Schwalmtal sagt „Ich wollte sie bestrafen.“. Er ermordete drei Menschen und verletzte drei weitere schwer.

Der Hintergrund ist offenbar ein Familienstreit. Tochter Barbara (44) hatte sich scheiden lassen. Doch mit dem Ex-Mann stritt sie sich weiterhin um das gemeinsame Einfamilienhaus, indem die 44-jährige bis zum heutigen Tage lebt.

Für den Tattag war ein Treffen der zerstrittenen Parteien vereinbart. Ein Gutachter sollte das Haus in Augenschein nehmen. Es drohte die Zwangsversteigerung.

Barbara K., ihr Anwalt, der Anwalt ihres geschiedenen Mannes, zwei Gutachter, die den Wert des Hauses schätzen sollen. Ebenfalls anwesend: Hans P., der spätere Amok-Opa. Er ist aus Unna angereist, hat auch seine Frau mitgebracht.

Als gegen 16 Uhr die Anwälte und Gutachter im Haus eintreffen eskaliert die Situation scheinbar. Doch der 71-jährige Amok-Opa hat alles genau geplant. Er eröffnet das Feuer ohne Vorankündigung.

Eine Nachbarin erzählt, wie sie den Amok-Opa beobachtete. Völlig kalt soll er gehandelt haben. Einen Mann nach dem andern erschoss der 71-Jährige. Mit den Leichen verschanzte er sich völlig gelassen im Haus. Erst nach drei Stunden stellte er sich.

Anwalt Hermann P. († 70, vertrat den Ex-Ehemann) ist tot. Jens K. († 38), Anwalt der Tochter ist tot. Von den beiden Gutachtern überlebt Bernd P. (50) mit schweren Verletzungen.

Ein grauenvolles Blutbad.

Bei der Polizei legt Amok-Opa Hans P. schließlich ein umfassendes Geständnis ab.

„Ich wollte die beteiligten Personen, die das Verfahren in die Länge ziehen, bestrafen.“

Fraglich erscheint bislang immer noch, welche Rolle die Tochter in dem Verbrechen spielt.

Die Polizei führt sie und auch ihre Mutter als „Beschuldigte“. Möglicherweise, so die Fahnder, könnten beide vom teuflischen Plan gewusst haben! Merkwürdig: Trotz des Geständnisses ihres Vaters erklärte Barbara K. gestern gegenüber der Bildzeitung: „Er war das gar nicht.“

Schon vor Jahren soll Hans P. vor Gericht gestanden haben. Er hatte damals Familienangehörige mit einem Baseballschläger verdroschen. Christoph K. (18) Enkel des Amok-Opas äußerte die Befürchtung, dass sein Großvater die Tat plante und auch seine Mutter alles wusste.

Ein Haftrichter erließ gestern Haftbefehl wegen Dreifach-Mordes und Mordversuch in einem weiteren Fall.

Spekulationen, dass der Amok-Rentner womöglich nie bestraft wird, weil er wegen Krankheit (Diabetes) verhandlungsunfähig sein könnte, trat Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff entgegen: „Wir gehen davon aus, dass wir ihn mit Medikamenten entsprechend einstellen können.“

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