Amoklauf auf Fort Hood: Jetzt spricht Heldin Kimberly Munley

Sie ist die Heldin, die den wahnsinnigen Amokläufer Majohr Hasan in seinem blutigen Wüten stoppte. Der Amoklauf auf Fort Hood in Texas schockierte Amerika. Noch immer ist nicht klar, ob es sich um einen Amoklauf oder um ein Selbstmord-Attentat mit islamistischem Hintergrund handelte.

Jetzt spricht erstmals die Heldin von Fort Hood über die Erlebnisse während ihres Einsatzes. Sie verhinderte durch ihr mutiges Eingreifen, dass noch mehr Menschen ihr Leben verloren. 13 Personen wurden getötet, 42 verletzt.

Kimberly Munley selbst wurde ebenfalls schwer verletzt. Der Amokläufer schoss ihr in beide Beine und ins Handgelenk.

Munleys Schicht war gerade zu Ende, sie wusch ihren Streifenwagen, als der Notruf eintraf. Nach nur drei Minuten war sie mit ihrem Auto am Tatort. „Mir war völlig unklar, was da passierte und mit was oder wem wir es zu tun hatten.“

Mutig stellte sich die Polizistin dem Amokläufer entgegen. Mit zwei Schüssen streckte sie ihn nieder, so die Behörden. Der Täter feuerte zurück, schoss ihr in beide Beine und ins Handgelenk. Munley stürzte zu Boden.

Die zweifache Mutter erzählt: „Ich habe nie das Bewusstsein verloren, ich habe mich dagegen gewehrt … Ich wollte unbedingt wach bleiben um mitzubekommen, was um mich herum passiert. Ich versuchte, meine Atmung zu kontrollieren, um nicht das Bewusstsein zu verlieren.“

Sergeant Mark Todd, traf zur selben Zeit am Tatort ein, auch er hatte einen Anruf wegen der Schießerei erhalten: „Zuerst dachte ich, okay, das ist Fort Hood. Da sind ständig Gedenkfeiern. Sie üben Salven für die Gedenkfeiern.“

Er entriss dem Amokläufer schließlich das Gewehr. „Wir sind dafür ausgebildet, so lange zu schießen, bis die Bedrohung vorbei ist. Auf einmal lag er auf dem Rücken, in der Hand die Waffe. Ich dachte, okay, jetzt ist der Zeitpunkt da, sich auf ihn zu stürzen und ihn zu sichern“, sagte Todd. „Ich rannte zu ihm, trat die Waffe weg, dann legten wir ihm Handschellen an. Wir durchsuchten ihn nach weiteren Waffen und starteten lebensrettende Maßnahmen.“

Munley kam sofort ins Krankenhaus. Doch schon als sie wieder zu sich kam, dachte sie nur an die Opfer. Ihre ersten Worte. „Ist jemand umgekommen?“ Im Interview sagte sie: „Ich fürchtete, dass noch weitere Personen betroffen sein könnten.“

Langsam erholt sich Kimberly Munley von ihren schweren Verletzungen. Sie ist voll Hoffnung: „Jeder Tag ist ein Forschritt für mich.“

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