Amoklauf Fort Hood: Major Nidal Malik Hasan war als Psychopath gefürchtet

Der Amokläufer aus Fort Hood in Texas, der 13 Menschen tötete und mindestens 30 weitere verletzte, soll als „Psychopath“ unter seinen Kollegen gefürchtet worden sein.

Schon während seiner Arbeit am renommierten Walter-Reed-Hospital stand Hasan offenbar unter Verdacht, ein Psychopath zu sein! Doch Schlamperei und Angst vor Rassismus-Vorwürfen haben verhindert, den Mann aus dem Dienst zu entfernen.

Hasan, der ab 2003 am Walter-Reed-Hospital praktizierte und Mitglied der Militär-Universität für Medizin war, ist öfter durch sein Verhalten aufgefallen, wie in Dokumenten festgehalten wurde.

Nur wenige Monate vor seiner Versetzung nach Fort Hood beschäftigten sich seine Vorgesetzten intensiv mit der Laufbahn des Major.

Der Major war schnell bei seinen Vorgesetzten und Kollegen ins Visier geraten, weil seine Arbeit unterdurchschnittlich war. Seine Kollegen empfanden ihn als eigenbrötlerisch, unnahbar, paranoid, aggressiv und schizoid.

Er nervte auch Studenten mit seinen extremistischen islamischen Ansichten. Nach Angaben eines Vorgesetzten soll Hasan einem Patienten erklärt haben, dass der Islam seine Seele retten könne.

Ein Kollege des Psychiaters: „Unter diesen Voraussetzungen hatte niemand Lust, im Irak oder in Afghanistan mit Hasan in einem Schützengraben zu liegen.“

Bei den Konferenzen der Führungskräfte soll auch erörtert worden sein, dass der Major mental instabil und nicht in der Lage sei, die Arbeit als Militär-Psychiater auszuüben. Es fiel sogar die Befürchtung, er könne im Ernstfall zum Verräter werden.

Konsequenzen folgten jedoch nicht.

Die Suspendierung eines Militär-Angehörigen hätte langwierige Anhörungen und Prozesse erfordert. Außerdem wird immer wieder angeführt, dass es keine eindeutigen Beweise gegen Hasan gab. Zumal niemandem in der Klinik und an der Uni bekannt war, dass der Psychiater per E-Mail Kontakt mit dem islamischen Hassprediger al-Awlaki aufgenommen hatte.

Schließlich wurde Hasan nach Fort Hood versetzt und das Klinik-Team zeigte sich erleichtert. Dort empfand man den Sonderling als gut aufgehoben, weil es dort mehr Psychiater und Assistenten gibt als auf jedem anderen US-Stützpunkt. Eine Überwachung Hasans war damit vermeintlich gewährleistet.

An einen Amoklauf dachte niemand …

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