Amoklauf von Winnenden: Die Auffälligkeiten von Tim K.

Der Amoklauf von Winnenden forderte 16 Todesopfer. Anzeichen gabe es viele für ein drohendes Horror-Szenario, wie neue Details aus den Ermittlungsakten zeigen. Warum hat niemand reagiert ? Warum hat niemand die Katastrophe verhindert ?

Der Vater des Amokläufers von Winnenden wird sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten müssen. Dann werden sich die Richter vor allem mit der Frage beschäftigen, warum die Gefahranzeichen von niemandem beachtet wurden, warum niemand auffiel, mit welchen Gedanken Amokläufer Tim K. offenbar schon lange spielte.

Der Amokläufer hatte sich nämlich lange vor seiner Tat mit Waffen, Gewalt und Amokläufen auseinander gesetzt. Scheinbar hat es niemand bemerkt.

Im Internet stöberte er schon drei Monate vor seinem Amoklauf, suchte Seiten zu den Dramen in Columbine/USA im Jahr 1999 und 2002 in Erfurt auf. Dort hatte Robert Steinhäuser († 19) am Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen getötet, sich anschließend selbst erschossen.

Was Tim K. an seinem PC so trieb, kontrollierten seine Eltern offenbar nicht.

Auch die zahlreichen Waffen – Softair-Pistolen und Gewehre – im Jugend-Zimmer von Tim K. empfand offenbar niemand als verdächtig. Die Eltern unterstützten den Waffen-Fetisch ihres Sohnes offenbar sogar.

In seiner Freizeit beschäftigte sich Tim K. stundenlang mit Killerspielen, zockte am Computer. Eine andere Freizeitbeschäftigung gab es für den Jugendlichen nicht.

Außer: Sich selbst als Amokläufer zu inszenieren. Im Januar posierte Tim, fotografierte sich selbst in voller Kampf-Montur.

Niemand nahm Notiz von all dem !

Selbst als er vor Mitschülern, die zum Lernen zu Besuch gekommen waren, mit scharfer Munition aus dem Waffenschrank des Vaters prahlte, hielt niemand inne.

Empfand niemand dieses Verhalten als merkwürdig ? …

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