Amoklauf von Winnenden: Familie K. verkauft Einfamilienhaus

Die Familie des Amokläufer von Winnenden, Tim K. († 17) kann nicht nach Winnenden zurück kehren. Zu groß sind die Anfeindungen durch Hinterbliebene der Opfer des Amoklaufs von Winnenden.

Tim K. tötete im Frühjahr 15 unschuldige Personen und anschließend sich selbst, als er an seiner ehemaligen Realschule in Winnenden Amok lief. Er benutzt hierzu die Waffe seines Vater, die dieser unverschlossen gegen die gesetzlichen Vorschriften aufbewahrt hatte.

Ein Prozess gegen den Vater wird noch folgen.

Die Familie des verstorbenen Amokläufers bietet jetzt das ehemalige Wohnhaus für 435 000 Euro zum Kauf an.

Das Exposé im Internet liest sich wie eine gewöhnliche Immobilien-Anzeige für ein Luxus-Haus: Ein gepflegter Garten mit Teich lade „zum Verweilen ein“, im Ergeschoss regiere „der Luxus“, Kamin, Klimaanlage, Garage, Kamera, Tresor, Türöffner mit Code…

Doch hier wird das Haus angeboten, in dem sich Killer Tim K. auf seinen Amoklauf vorbereitete, blutige Fantasien hegte und schließlich zur Tötungsmaschine mutierte.

Über die Noch-Eigentümer des Hauses in einem Teilort von Leutenbach (b. Winnenden) werden potzentielle Kunden nicht aufgeklärt. „Wir sind nicht verpflichtet, Interessenten etwas über die Geschichte des Objektes mitzuteilen“, so eine Mitarbeiterin der Maklerfirma.

Dafür lobt sie die 1997 komplett modernisierte Villa mit dem 530 Quadratmeter großen Grundstück in höchsten Tönen…

• 3 Garagen, 3 Kellerräume und ein großer Hobbyraum mit Tageslicht

• Offene Küche mit einer Marken-Einbauküche von Leicht

• Hochwertigste Granitböden, elektrische Rolläden

• Terrasse als Kalt-Wintergarten, große Galerie unter dem Dach

Dazu Farbfotos vom Koi-Teich, 50-Quadratmeter-Wohnzimmer, Kamin, Schlafzimmer, Terrasse.

Und der makabere Hinweis für Eltern mit Kindern: „…alle weiteren Schularten finden Sie in Winnenden!“

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