Amoklauf von Winnenden: So lernte Tim K. vom Papa das Schießen !

Tim K. († 17) hat mit seinem Amoklauf im Frühjahr 2009 in Winnenden unendliches Leid, Entsetzen und Angst verbreitet. Er ermordete 15 Personen und richtete sich anschließend selbst.

Der Amokläufer war ein gewandter Schütze. Das Schießen brachte ihm der eigene Vater, ein ebenfalls passionierter Schütze, selbst bei.

Die Angehörigen der Opfer des Amoklaufs von Winnenden fordern, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Vater von Amokläufer Tim K. († 17) wegen fahrlässiger Tötung erhebt.

Der Vater soll dem Sohn nicht nur das perfekte Schießen beigebracht, sondern auch den Zugang zu einer Waffe ermöglicht haben.

Nur ein Jahr vor der Tat ging Tim K. zum ersten Mal mit seinem Vater zum Schießstand im Sportverein. Der Vater habe seinen Sohn unter Leute bringen wollen, weil er außerhalb der Familie so wenig Kontakte gepflegt habe. Der Unternehmer habe ihm die Grundregeln erklärt. Tim habe von Anfang an alles gut verstanden, sodass man keine Angst hätte haben müssen, ihm eine Waffe zu geben.

Schon beim zweiten Schießtraining zeigte der Junge ein erstaunliches Talent für die Waffe. Er habe schneller geschossen als er selbst. Am meisten hätte ihm das Schießen mit der Beretta (spätere Tatwaffe, d. Red.) gefallen. Die läge ihm am besten in der Hand. Bei den Revolvern sei Tim der Rückschlag zu stark gewesen.

Der Vater glaubt heute, dass sein Sohn Tim die grauenhafte Tat schon länger plante. In einer Aussage erklärte er, dass Tim ihn drei Wochen vor der Tat gefragt habe, wann er denn wieder schießen ginge.

Der Sohn habe da vermutlich für den Amoklauf trainieren wollen.

90 Minuten lang habe er am Karnevals-Dienstag geschossen, 50 Patronen verfeuert. Zudem habe ihn Tim überredet, zu Weihnachten 2008 größere Mengen Munition zu kaufen.

Zum Verhängnis könnte Jörg K. werden, dass er Tatwaffe und die zugehörige Munition nicht korrekt aufbewahrte. Nach eigenen Angaben versteckte er die Beretta im Kleiderschrank, das Magazin dazu im Lederhandschuh in einer Schublade.

Das sei zum eigenen Schutz für den Fall einer Bedrohung geschehen. Tim habe vom Versteck nichts gewusst.

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