Anklage wegen Kindesmissbrauch: Shanti mit Mundschutz vor Gericht

Der mutmaßliche Kinderschänder und Esoterik-Guru Oliver Shanti (60) erschien am Mittwoch mit Mundschutz und Gummihandschuhen vor dem Münchner Landgericht. Der Grund: Der 60-jährige ist mit gefährlichen MRSA-Keimen infiziert !

Hinter einem Glaskasten wurde er für den Prozessauftakt wegen Kindesmissbrauchs platziert.

Der Vorwurf gegen Shanti: Er soll zwei Mädchen und vier Jungen 314 Mal sexuell missbraucht haben.

Shanti bestreite die Vorwürfe: „Ich habe keine Kinder missbraucht. Das versichere ich Ihnen“, erklärte er. Die Beschuldigungen gingen auf ein Komplott zurück, sagte er. Missgunst und Neid auf seinen Erfolg hätten Geschäftspartner dazu verleitet, ihn um seinen guten Ruf und seinen Besitz zu bringen.

Mehrfach versicherte Shanti, dass er Kinder liebe und die Kinder ihn liebten.

Er selbst sagte, er sei homosexuell und interessiere sich, solange er denken könne, für junge Männer im Alter von „17, 18, 19, 20“.

Laut Staatsanwaltschaft soll er seit den 70er Jahren eine Gruppe von Anhängern um sich geschart haben, die ihn als Guru und geistigen Führer ansahen. Mit ihnen lebte er zunächst in Viechtach im Bayerischen Wald und München. Mitte der 80er Jahre entstand eine neue Kommune auf einer portugiesischen Finca.

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