Anschlag auf Berlusconi: Angreifer entschuldigt sich

Für seine „feige“ Tat hat sich nun der Angreifer, der am Sonntag eine Gipsfigur des Mailänder Doms auf den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, schleuderte und den Politiker schwer verletzte, entschuldigt.

Massimo T. bedauerte seine „feige und unkontrollierte Tat“ heißt es in einem Brief, den der Attentäter im Gefängnis verfasste.

Silvio Berlusconi erlitt durch den Schlag mit der Souvenir-Miniatur eine gebrochene Nase, verlor zwei Zähne und fast einen Liter Blut. Außerdem entging der Politiker nur knapp dem Verlust eines Auges. Seine Oberlippe musste genäht werden, doch der Politiker beteuert immer wieder, es gehe ihm gut. Am Mittwoch soll Berlusconi aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Seine Arbeit könne der Regierungschef wohl frühestens in zehn Tagen wieder aufnehmen. Berlusconi sei „niedergeschlagen und traurig, aber er ist ein Löwe“, führte der Leibarzt aus.

Berlusconis Sprecher Paolo Bonaiuti sagte, der Ministerpräsident habe sich noch auf der Fahrt zu der Wahlveranstaltung am Sonntag besorgt über ein Klima des Hasses geäußert. „Er sagte mir: ‚Wissen Sie, dieses Klima des Hasses und der Spannung macht mir wirklich Sorgen. Denken Sie nicht, dass mir etwas zustoßen könnte?’“

Unterdessen verhilft der Vorfall dem italienischen Ministerpräsidenten im Volk zu steigenden Sympathien. Die einen bewundern ihn, für seine Tapferkeit, trotz der schlimmen Verletzungen, nicht zu jammern, die anderen haben Mitleid mit ihm als Opfer…

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