Auslieferung: Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber in Deutschland

Nach jahrelangem Tauziehen um eine Auslieferung ist der ehemalige Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber, eine Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre, jetzt in Deutschland gelandet.

Er flog von Toronto nach München. Dort wurde er am Montagvormittag von den deutschen Behörden in Empfang genommen.

Der 75-Jährige besitzt neben der deutschen auch die kanadische Staatsangehörigkeit.

Schreiber soll Millionenbeträge der Rüstungsindustrie über Tarnkonten an Politiker und Industrielle verteilt haben. In August wird er unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Bestechung vor Gericht stehen.

Auf Karlheinz Schreiber wartet in Augsburg eine neun Quadratmeter große Zelle. Schreiber werde wie jeder Untersuchungshäftling behandelt, sagte die Leiterin der Augsburger Justizvollzugsanstalt, Zoraida Maldonado de Landauder, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Danach kann Schreiber pro Monat zweimal für eine halbe Stunde Besuch empfangen. Täglich stehe ihm eine Stunde Freigang im Gefängnishof zu.

Einen Fernsehapparat müsse er sich für seine Zelle privat besorgen und bezahlen.

Im selben Gefängnis saß auch Ex-Verteidigungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls, der 2005 wegen Vorteilsnahme zu zwei Jahren und drei Monaten Haft rechtskräftig verurteilt worden war. Pfahls hatte von Schreiber Schmiergeld angenommen.

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