Auswärtiges Amt: Verhaltensregeln für Mallorca-Urlaub

Die Balearen-Insel Mallorca ist am Sonntag erneut von Terroranschlägen der baskischen Untergrundorganisation ETA heimgesucht worden. Es wurden zwar keine Personenschäden verzeichnet, dennoch ist die Anspannung auf der beliebten Urlaubs-Insel im Mittelmeer zu spüren.

Das Auswärtige Amt hat zwar bislang keine Reisewarnung ausgegeben, obwohl auf Mallorca innerhalb von zwei Wochen vier Bomben explodierten und weitere Sprengkörper entschärft wurden, gab aber eine Anleitung heraus, wie sich Touristen im Mallorca-Urlaub angesichts der Terror-Gefahr verhalten sollen.

Vor allem größere Menschenansammlungen sollte man meiden, rät das Auswärtige Amt.

„Am 09.08. kam es auf der spanischen Ferieninsel Mallorca erneut zu  Bombenexplosionen. Reisende werden gebeten, den Anweisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten und sich umsichtig zu verhalten, insbesondere Menschenansammlungen zu meiden. Es muss erneut mit Behinderungen durch Maßnahmen der spanischen Sicherheitsbehörden gerechnet werden. Bei weiteren Fragen sollten sich Reisende an ihren Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft wenden. Die touristische Infrastruktur der Insel ist im übrigen derzeit nicht betroffen.“

Am Sonntag detonierten in der Hauptstadt Palma de Mallorca drei Bomben. Die Terrororganisation ETA hatte zuvor gewarnt, so dass die betroffenen Gebiete rechtzeitig geräumt werden konnten. Zwei der Detonationen erfolgten kontrolliert unter Polizeiaufsicht.

Erst vor eineinhalb Wochen hatte die ETA einen Anschlag auf eine Polizeikaserne in Palma Nova verübt. Dabei starben zwei Polizisten der Guardia Civil, 60 Menschen wurden verletzt.

Unbestätigt ist bislang eine vierte Explosion in der Nacht zum Montag.

Diese Detonation hatte sich am Sonntag in einem Lokal im Zentrum der Inselhauptstadt Palma ereignet. Sie war zunächst als Gasexplosion und Unglücksfall eingestuft worden. Die Ermittler schließen nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE jedoch nicht aus, dass es sich auch bei dieser Explosion um einen Anschlag der ETA gehandelt haben könnte.

Sollte dieser Verdacht sich bestätigen, könnte die Polizei daraus den Schluss ableiten, dass die ETA die Bomben schon vor mehreren Tagen deponiert und mit Zeitzündern zur Explosion gebracht hatte. Das betroffene Lokal, in dem sich die vierte Detonation ereignete, war nämlich seit Freitag geschlossen gewesen.

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