Buback-Mord: RAF-Terroristin Verena Becker arbeitete für Verfassungsschutz

RAF-Terroristin Verena Becker sitzt wieder in Haft. Am Freitag wurde sie festgenommen und der Haftbefehl eröffnet.

Die Ermittler haben offensichtlich neue Erkenntnisse zum Mordfall Buback erlangt. Jetzt soll der Fall neu aufgerollt werden.

Außerdem wurde jetzt bekannt: Terroristin Verena Becker hat während ihrer ersten Haftzeit zwischen 1977 und 1989 Geld vom Verfassungsschutz bekommen. Sie arbeitete als Informantin.

„Keine 3,50 Euro; eine erhebliche Summe“, sagt TV-Journalist Egmont R. Koch über die Summen die an Becker geflossen sein sollen.

In seinem Film „Bubacks Mörder – Auf der Spur eines ungeklärten Verbrechens“ (voraussichtlich Mittwoch, 23.30 Uhr, ARD) enthüllt Ex-Verfassungsschützer Winfried Ridder, dass Becker damals gegen Bezahlung über das Innenleben der RAF gesprochen hat.

Könnte die Justiz also im Mordfall Buback 32 Jahre lang Hinweise auf eine Schlüsselrolle Beckers ignoriert haben ?

Gab es vielleicht sogar eine Vereinbarung, die Verena Becker schützte ?

Michael Buback, Sohn des ermordeten Generalbundesanwaltes rechnet fest mit einer Tatbeteiligung Beckers.

In der Bildzeitung zeigte er sich über die jüngsten Entwicklungen schockiert: „Das ist unfassbar. Ich hoffe, dass meine 86-jährige Mutter das nicht erfährt.“

Vor allem müsse seiner Ansicht nach, geklärt werden, wie viel und wofür Verena Becker Geld erhalten habe.

Unklar ist auch, womit sich Verena Becker das Vertrauen der Behörden verdient hatte.

Sie war 1977 wegen versuchten Mordes an sechs Menschen zu lebenslang verurteilt worden, nachdem sie auf Polizisten geschossen hatte. Nach ihrer Begnadigung 1989 lebte sie in einer idyllischen Villengegend Berlins, arbeitete zuletzt als Heilpraktikerin.

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