Claudia Schiffer unterm Ärmelkanal: Der Horror im Euro-Tunnel

Rund 2000 Passagiere haben in der Nacht zum Sonntag die Hölle auf Erden erlebt. Sie waren in den Zügen eingesperrt, die plötzlich im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal stecken blieben und nicht mehr weiter fahren konnten.

Experten machen die Temperaturschwankungen bei der Einfahrt in den Tunnel für die Panne verantwortlich.

Ein Trost für die Passagiere ist das nicht. Sie mussten rund 15 Stunden in den überfüllten Zügen ausharren, ohne Wasser, Lebensmittel, ausreichende sanitäre Versorgung und mit schlechter Luftzufuhr und einer wahnsinnigen Hitze in den Zügen.

Auch Claudia Schiffer (39) soll sich unter den betroffenen Passagieren der Eurostar-Züge befunden haben.

Passagiere berichten übereinstimmend: „Es war die Hölle!“

Lee Godfree, der mit seiner Familie von einem Besuch in Disneyland Paris nach Großbritannien zurückkehrte: „Es war ein einziger Albtraum. Unsere Kinder haben auf dem Boden geschlafen, ihnen war schlecht und es gab nur eine Toilette. Menschen fielen in Ohnmacht.“

Ein anderer Passagier berichtet: „Wir waren verzweifelt, konnten kaum noch atmen. Es war wie in der Sauna.“

In den Zügen sollen Temperaturen bis zu 40 Grad geherrscht haben. Es gibt in den Zügen aber kein fließendes Wasser, so wurden nur zwei Toiletten geöffnet.

So konnten nicht alle Menschen abgefertigt werden, zahlreiche Passagiere erleichterten sich auf den Gängen der Züge.

Ein Reisender kritisiert auch das Eurostar-Personal: „Wir wurden behandelt wie Tiere in Käfigen. Man sagte uns sogar, wir sollen aufhören so heftig zu atmen, weil es nicht genug Sauerstoff für alle gibt.“

Ein anderer Passagier: „Es war ziemlich beängstigend für Kinder und ältere Leute. Wir hatten eine Dame im Rollstuhl; eine Frau, die im siebten Monat schwanger war. Und wir hatten Asthma-Anfälle.“

Schließlich mussten die Passagiere auch noch zu meist aus den Zügen klettern, durch die Dunkelheit durch den Tunnel laufen, um einen anderen Zug zu erreichen, der sie schließlich in England wieder an die Erdoberfläche brachte.

Nach der Riesenpanne wurde der Bahnverkehr unter dem Ärmelkanal zwischen Großbritannien und Frankreich vorerst eingestellt. Mit Testzügen soll der Grund für den Ausfall herausgefunden werden. Ein britischer Abgeordneter forderte wegen des Desasters mitten im Weihnachtsverkehr den Rücktritt von Eurostar-Chef Richard Brown.

Mögliche Ursache für die Panne: Der Temperaturunterschied zwischen der eisigen trockenen Luft im Norden Frankreichs und dem deutlich wärmeren und feuchteren Tunnel legte die Elektrik der Lokomotiven lahm.

Eurostar-Chef Richard Brown: „Es ist sehr kalt draußen, aber im Tunnel sind es 25 Grad und es gibt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das ist, als ob Sie eine Bierflasche aus dem Kühlschrank in einen warmen Raum bringen, da entsteht viel Kondenswasser.“

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