Corinna aus Eilenburg: Es war ein grausiges Verbrechen !

Nur zwei Stunden lang wollte die 9-jährige Corinna aus Eilenburg in Sachsen im Hof vor dem Haus ihrer Eltern spielen. Heute ist Corinna tot. Sie wurde ermordet, in einen Sack gesteckt und in einem Seitenarm der Mulde, einem Fluss in Eilenburg, versenkt.

Am Mittwoch, nur knapp 24 Stunden nach ihrem Verschwinden fanden Ermittler die Leiche im Wasser. Wie Müll, einfach weggeworfen.

Vor rund einem Jahr erschütterte der Mordfall Michelle Deutschland. Nur ein Jahr später, fast zur gleichen Zeit, wieder im Osten, trauern erneut Eltern um ihre ermordete Tochter.

Die Jagd nach dem Mörder von Michelle dauerte 202 Tage: Erst im März 2009 stellte sich Nachbarsjunge Daniel V. (18).

Wie unheimlich gleichen sich die Geschichten Michelle aus Leipzig und Corinna aus Eilenburg: Das Mädchen kam nicht heim. Die Eltern meldeten es als vermisst. Hunderte Freiwillige, Polizisten, Feuerwehrleute suchten das Kind – und fanden seine Leiche im Wasser.

Nachbarn sahen das Mädchen noch beim Spielen, dann verliert sich ihre Spur.

Als um 18 Uhr in Eilenburg (17000 Einwohner) die Kirchenglocken läuteten, sollte Corinna zum Abendessen kommen. Doch das Mädchen kommt nicht ins Haus. Die Eltern starten eine spontane Suchaktion. Vergeblich. Dann alarmieren sie gegen 19.45 Uhr die Polizei.

Mit Hubschraubern, Hunden und Flugblättern suchten die Beamten 19 Stunden nach dem Mädchen (1,20 Meter groß, braunes Haar, dunkelblaue Leggins, grünes T-Shirt, grüne Sandalen). Schlauchboote kreuzten auf der Mulde, einem Fluss hinter Corinnas Elternhaus. Die Helfer hofften bis zuletzt.

Dann der schreckliche Fund. Man habe einen „verdächtigen Gegenstand“ gefunden, hieß es gegen 15 Uhr. Ein Sack wird aus einem Seitenarm der Mulde gezogen. Es ist die Leiche eines toten Mädchens.

Spezialisten des LKA suchten den Fundort bis zum Abend nach Spuren ab. Der Kindermörder ist auf der Flucht.

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