Der Fall Maria Bögerl: Bevölkerung zur Speichelprobe gebeten

Im Fall um die ermordete Bankiers-Gattin Maria Bögerl (54) aus Heidenheim in Baden-Württemberg, soll jetzt eine Massen-DNA-Test in der Bevölkerung weitere Erkenntnisse bringen. Die Bevölkerung ist zur Abgabe einer Speichelprobe aufgerufen.

Im Raum Heidenheim befragen Beamte Nachbarn, Freunde, Bankkunden und Verdächtige.

Ein Zeuge berichtet: „Zwei Polizisten klingelten an meiner Haustür, sie wollten wissen, wo ich am Entführungstag und die Tage danach war. Ob ich ein Alibi habe. Danach baten sie mich um eine Speichelprobe, ich habe zugesagt.”

Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen Bankkunden. Er hatte vor einigen Jahren finanzielle Schwierigkeiten, doch konnte zwischenzeitlich alles wieder in geregelte Bahnen bringen.

Bei den neuerlichen Befragungen und Speichelproben wendet sich die Polizei auch an die Pesonen, die den Namen „Schmidt“ tragen. Denn so nannte sich der anonyme Anrufer, der von Thomas Bögerl 300 000 Euro Lösegeld haben wollte.

Auch Personen, die dem Phantombild eines wichtigen Zeugen ähneln, werden befragt. Bislang hat die Polizei allerdings keinen durchschlagenden Erfolg zu melden.

Im Mordfall Bögerl sind bis jetzt 4300 Hinweise eingegangen, nach Polizeiangaben sind rund 2900 als Spuren zu bewerten.

Maria Bögerl wurde am 12. Mai in ihrem Mercedes-A-Klasse-Wagen entführt. 22 Tage später fand ein Spaziergänger mit Hund ihre Leiche in einem Waldstück.

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