Die Phantom-Killerin: Polizisten-Mord immer noch ungeklärt

Am Sonntag ist die Ermordung der Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter schon drei Jahre her. Immer noch ist der Polizistenmord, der unter dem Stichwort „Phantom-Killerin“ bekannt wurde, ungelöst.

Tatsächlich gibt es derzeit überhaupt keinen konkreten Hinweise mehr auf den Täter oder die Täterin. Aufgrund verschmutzter DNA-Träger mussten die Ermittlungen noch einmal ganz von vorne aufgerollt werden.

Die 22-jährige Polizistin aus Oberweißach (Thüringen) wurde am 25. April 2007 in ihrem Streifenwagen mit einem Kopfschuss hingerichtet. Kollege Martin A. (28) überlebte mit lebensgefährlichen Verletzungen.

Die Ermittlungsbehörden vermuten, dass es sich bei dem Mord um eine Tat aus dem Drogenmilieu handelt. Weiterhin wird jedem Hinweis nachgegangen.

Monatelang hatte sich die Kripo nur auf eine einzige Spur konzentriert. Die Jagd nach der „Phantom-Killerin“ entpuppte sich im März 2009 als größte Panne in der deutschen Kriminalgeschichte: Die DNA einer Frau, die bei Straftaten in ganz Europa gesichert worden war, stammte gar nicht von einer Täterin – sondern von einer Arbeiterin, die die Wattestäbchen für die Spurensicherung verpackt hatte.

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