DNA-Test: 23 Jahre unschuldig in Todeszelle

Paul House ist 47 Jahre alt. 23 Jahre von seinem bisherigen Leben verbrachte er in Haft, in der Todeszelle. Jetzt ist er frei. Ein DNA-Test bewies seine Unschuld und rettet ihm das Leben.

1986 wurde House wegen eines Sexualmordes zum Tode verurteilt.

Doch er war es nicht, befand sich lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort.

Im Sommer 1985 fand man die Leiche von Carolyn Muncey in einem ländlichen Gebiet im Osten Tennessees. Sie wurde ermordet. An einer Straße in der Nähe des Tatortes wurde Paul House kurz vor der Tat gesehen, berichtet die „Los Angeles Times“.

Es folgten Verhaftung und Todesurteil.

Wie örtliche Fernsehsender nun berichten, hat ein DNA-Test jetzt seine Unschuld bewiesen.

House, der an fortgeschrittener Multipler Sklerose leidet, kämpfte mit Unterstützung der Rechtshilfeorganisation „Innocence Project“ (Projekt Unschuld) gegen sein Todesurteil.

Bereits im Juli 2006 hatte der Oberste US-Gerichtshof in einem ungewöhnlichen Urteil untergeordnete Gerichte angewiesen, neue Unschuldsindizien zu prüfen. In den USA können Verurteilte bei einer Berufung neue Beweismittel nur begrenzt geltend machen.

Nach Angaben des Washingtoner „Todesstrafen-Informationsprojekts“ sind seit 1973 außer House 131 Menschen aus US-Todestrakten entlassen worden, weil sie ihre Unschuld nachweisen konnten.

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