Dominik Brunner: Weggefährten über den Helden von München

Der Mord an einem 50-jährigen Manager auf einer Münchner S-Bahn-Station im gutbürgerlichen Stadtteil Solln bewegt die Menschen. Jetzt erzählen Weggefährten, Angehörige und Freunde aus dem Leben des Münchner S-Bahn-Helden Dominik Brunner.

Er wurde am Samstagnachmittag von den beiden brutalen S-Bahn-Schlägern Markus Sch. (18) und Sebastian L. (17) auf dem Bahnsteig in Solln zu Tode geprügelt, weil er mehrere Kinder vor den Totschlägern beschützen wollte.

Am Tatort wurden schon am Sonntag Kerzen und Blumen aufgestellt. Vereinzelt befinden sich auch Briefe darunter.

Besonders bewegende Worte hat ein älterer Bruder eines der Kinder, die von Dominik Brunner beschützt worden sind, auf den harten Steinen des Bahnsteigs abgelegt:

„Ich möchte Ihnen hiermit meine Ehre erweisen und Ihnen danken, dass Sie auf meine Schwester aufgepasst haben. Danke.“ steht dort zu lesen.

„Dominik hatte einen wahnsinnigen Gerechtigkeitssinn“, erzählt Franz Zellner (52). Er wuchs mit dem Opfer in Ergoldsbach auf, war über Jahre fest mit ihm befreundet. Den Tod des engagierten Freundes kann er nicht fassen.

„Ich erinnere mich, dass schon einmal so ein ähnlicher Vorfall war. Das muss vor zehn Jahren gewesen sein, da ist Dominik in der Münchner U-Bahn überfallen worden und brach sich einen Arm.“ Von weiteren couragierten Einsätzen hat ihn das nicht abgehalten.

Jetzt hat er mit dem Leben für seinen Mut und sein großes Herz bezahlt.

Brunner, Manager eines Dachziegel-Herstellers, war erst vor Kurzem zurück ins bayerische Ergoldsbach gezogen.

Franz Zellner erzählt: „Er hat ein Haus gegenüber dem seiner Eltern gemietet. Er wollte ihnen nahe sein und helfen. Vor allem, weil seine Mutter nicht mehr so gut zu Fuß war.“

Dominik Brunner war immer vor allem für andere da. Es hat ihm große Freude bereitet …

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