Drama an der Zugspitze: Bergsteiger seit Tagen vermisst

Zwei Stuttgarter Bergsteiger, Carsten H. (41), Lehrer an einem Gymnasium bei Ravensburg und Benjamin H. (31) werden seit mehreren Tagen an Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze in Garmisch Partenkirchen vermisst.

Noch im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Sportler zu einer Tour über den Jubiläumssteig aufgemacht. Ein letztes Lebenszeichen ist in einer Schutzhütte zu finden. Dort waren sie offenbar vor einer Woche angekommen. Benjamin H. rief noch einmal seine Verwandten in Stuttgart an. Das Duo hinterließ auch einen Eintrag im Hüttenbuch.

Die beiden schwäbische Bergsteiger suchten auf der Zugspitze das Abenteuer. Doch jetzt gibt es kaum noch Hoffnung für Benjamin H. und seinen Kumpel Carsten H.

Seit Tagen fehlt ein Lebenszeichen. Die Hoffnung, die Männer noch lebend aufzufinden, ist fast aussichtslos.

Ein Polizist: „Die Männer machten auf der Hütte einen Eintrag.“ Daraus geht hervor, dass sie Montag auf die Albspitze (2628 Meter) kraxeln wollten.

Das letzte Mal, dass sich ein Handy der Männer am Montag ins Netz einloggte, war um 8.35 Uhr. Danach soll Wind und Schneetreiben aufgekommen sein. Bis zu minus 20 Grad!

Vergangenen Dienstag wurde schließlich von Stuttgarter Verwandten eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Doch ein Rettungshubschrauber konnte wegen des schlechten Wetters nicht aufsteigen.

An Neujahr begab sich schließlich ein Team von Bergrettern in das unwirtliche Gelände. Doch Spuren der beiden Bergsteiger konnten sie nicht finden.

Die Suche wurde jetzt eingestellt. Ein Polizeisprecher begründet das so: „Die Wahrscheinlichkeit, die beiden lebend finden zu können, tendiert gegen Null…“

Freunde der Schwaben sagen: „Beide waren erfahrene Bergsteiger, Mitglieder im Deutschen Alpenverein. Dort waren sie auch als Tourenführer registriert.“

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