Ehrenmord in Krefeld: Gülsüm-Mörder verlangte Sozialhilfe für Beerdigungskosten

Die junge Kurdin Gülsüm wurde auf brutalste Weise erschlagen, nur weil sie ein freies Leben führen wollte. Nach ihrem grausamen Mord beantragte der brutale Mörder auch noch eigenhändig Sozialhilfe für die Beerdigung des toten Mädchens.

Gülsüms Bruder Davut S. (20) brachte seine eigene Schwester um. Nur einen Tag vor seiner Festnahme beantragte er vom Amt Beihilfe für die Beerdigung seiner Schwester, – rund 1600 Euro.

Andreas Mai (46, Leiter Sozialamt Rees): „Er war am Montag hier, um die Beerdigungskosten zu beantragen. Er tat sehr betroffen, wirkte regelrecht gebrochen – und ließ sich noch unser Beileid bekunden.“

Nur einen Tag später wird der brutale Killer von der Polizei festgenommen. Zunächst leugnete er die Tat, beteuerte seine Unschuld. Doch sein Alibi platzte. Die Polizei konnte ihm die Tat nachweisen.

Am Tatort wurde ein blutverschmierter Jackenknopf gefunden. Bei der Befragung des Freundes, der das Alibi sein sollte, entdeckten die Ermittler die Jacke, an der der Knopf fehlte. Festnahme! Kurze Zeit später gestand Gülsüms Bruder Davut S. die Tat.

Aber: Trotz der Vorwürfe gegen die Familie (Gülsüms Vater soll den Mord in Auftrag gegeben haben) sollen die Kosten für die Beerdigung, die in der Türkei stattfand, ausgezahlt werden.

Begründung: Der Mord an Gülsüm habe nichts mit dem Anspruch auf finanzielle Beihilfe zu tun.

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