Einsturz-Katastrophe von Köln: U-Bahn Bau wird fortgesetzt

Seit dem verheerenden Einsturz des Kölner Stadtarchivs sind gerade vier Wochen vergangen. Jetzt wird der umstrittene Aus-Bau der U-Bahn in Köln, der möglicher Weise die Katastrophe erst möglich machte, fortgesetzt.

Der vorläufige U-Bahn-Baustopp, der nach dem Einsturz des Stadtarchivs auf Wunsch von Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) erlassen worden war, wurde am Dienstag wieder aufgehoben.

Die Bürger müssten sich keine Sorgen machen, sagte Schramma. Unabhängige Gutachter hätten jede einzelne Baustelle besichtigt und ihm schriftlich versichert, dass alles in Ordnung sei.

Derweil durchsuchten über 200 Polizisten bundesweit rund 40 Büros und Gebäude. Betroffen waren vor allem die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und andere am U-Bahn-Bau beteiligte Firmen.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits kurz nach dem Einsturz ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Baugefährdung eingeleitet.

Bei dem Einsturz des Stadtarchivs waren vor vier Wochen zwei Menschen ums Leben gekommen; außerdem wurden unersetzliche Archivbestände unter den Trümmern begraben. Als Auslöser des Einsturzes gilt der U-Bahn-Bau in der unmittelbaren Nachbarschaft des Archivs.

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