Entführer bitte melde dich : Verzweifelte Suche nach Banker-Gattin Maria Bögerl

Der Fall um die entführte Banker-Gattin Maria Bögerl (54) aus Heidenheim in Baden-Württemberg wird immer verzweifelter. Noch immer gibt es kein neues Lebenszeichen der Geisel. Die Entführer haben sich seit Tagen nicht mehr gemeldet. Die Beamten befürchten das Schlimmste.

Vom Verbleib der Banker-Gattin gibt es ebenfalls keine Spur. Unterdessen spitzt sich die Lage immer weiter zu. Die Polizei spricht von einer „lebensbedrohlichen Lage“.
Vor fünf Tagen wurde Bankiersfrau Maria Bögerl (54) aus Heidenheim (Baden-Württemberg) entführt. Die Polizei hat immer noch keine Spur von der Vermissten. Weil es jetzt aber noch nicht einmal mehr eine Lösegeldforderung, oder anderweitige Kommunikation mit den Entführern gibt, ist das Schlimmste zu befürchten.

Ihre Lage werde „von Tag zu Tag immer prekärer“, so ein Polizeisprecher. „Entweder ist sie seit fünf Tagen in der Gewalt ihrer Entführer oder wurde zurückgelassen. Und da kein Kontakt zu den Entführern besteht, müssen wir davon ausgehen, dass sich die Frau in allerhöchster lebensbedrohlicher Lage befinden könnte.“ Möglicherweise sei die Frau bereits „tagelang ohne Essen oder Wasser“.

Inzwischen suchen mehr als 700 Polizei-Beamte nach der Vermissten. Neueste Technologien werden hierfür eingesetzt. Alles bislang vergeblich.

Auch Freunde und Bekannte helfen bei der Suche. Der örtliche „Lions Club“ ließ 3000 Flugblätter drucken und verteilen. Rund 250 Anrufe aus der Bevölkerung gingen bisher bei der Polizei ein. Die Familie der Entführten hat 50 000 Belohnung für Hinweise ausgesetzt. Doch eine heiße Spur gibt es nicht.

Die Polizei appellierte unterdessen an die Entführer, wieder Kontakt mit der Familie aufzunehmen.

Die Täter hatten sich bisher erst einmal gemeldet. Am Mittwochvormittag riefen sie mit dem Handy ihres Opfers dessen Ehemann Thomas Bögerl (56), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heidenheim, an. Sie forderten, 300 000 Euro Lösegeld an eine mit einer Deutschlandfahne markierte Stelle an der Autobahn 7 zu legen. Doch das Geld wurde nicht abgeholt.

Schließlich wurde das Handy und wenig später das Auto der Entführten entdeckt.

Polizisten suchen jetzt einen glatzköpfigen Mann, der sich als „Blinden-Waren-Verkäufer“ in der Gegend aufhielt. Der Hausierer  soll am Tag des Verschwindens der Frau in der Nähe des Wohnorts gewesen sein. Der glatzköpfige Mann sei am vergangenen Mittwoch von mehreren Bewohnern in Heidenheim beim Verkauf von Blindenwaren gesehen worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag: „Er wäre als Zeuge sehr, sehr wichtig.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.