Erdbeben auf Haiti: Wunder-Babys geben Hoffnung

Während im Inselstaat Haiti immer noch tausende Leichen aus den Trümmern geborgen werden, muss das Leben mit all seinen Facetten eben weiter gehen. Erste Geburten nach dem Erdbeben geben Hoffnung.
Neben all dem Elend, Trauer, Tod und Verzweiflung, bahnt sich auch neues Leben seinen Weg.

Inmitten der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, dem größten Friedhof der Welt, wo es nach Verwesung riecht und die Katastrophe hunderttausende Familien zerstört hat, freuen sich zwei Mütter über ihre gesunden Babys.

Für die Helfer vor Ort sind die zwei Frauen und ihre Babys ganz besondere Patienten. Endlich mal keine Amputationen, schweren inneren Verletzungen, hoffnungslose Fälle!

Baby-Wunder eins: Ein Junge, der in einem Feldlazarett der Israelischen Armee zur Welt kam.

Die 25-jährige Mutter verlor beim Erdbeben ihren Mann. „Es war so bewegend“, erzählt Hebamme Efrat Schreier. „Sie war die einzige Gebärende und alle kümmerten sich um sie.“

Gynäkologe und General Dr. Shir Dar: „Nach der Geburt kam eine Angehörige und segnete die Mutter, nannte den Sohn Israel.“

Die Mutter will es jetzt dabei belassen, ist dankbar für die Hilfe des Ärzteteams. Das gibt den Dank zurück. Dr. Dar: „Diese Geburt zeigt uns, dass das Leben stärker ist als all das Schreckliche, das wir hier sehen.“

Baby Nummer zwei kam an Bord des US-Küstenwachenboots Tahoma zur Welt. Larry Berman, Erster Offizier, sah an Land eine geschwächte junge Frau mit dickem Bauch. Berman: „Sie erzählte uns, dass sich ihr Baby seit dem Morgen nicht mehr bewegt hatte. Wir fürchteten das Schlimmste und haben die Geburt eingeleitet.“

Schließlich kam der Junge innerhalb von wenigen Minuten zur Welt – völlig gesund.

Berman zur Lokalzeitung von Kittery (Maine), wo das Schiff stationiert ist: „Dieses Ereignis war für uns alle ein Adrenalinschub.“

Die Babys geben Hoffnung und Motivation für das Leben zu kämpfen …

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