Erdbeben auf Sumatra: Tsunami-Angst in Indonesien

Am Mittwochmorgen bebte gegen 5.15 Ortszeit auf der Insel Sumatra die Erde. Das Epizentrum befand sich offenbar im Norden der Insel. Panisch rannten die Menschen auf die Straßen, Häuser stürzten ein, es wurden Personen verletzt. Über Tote gibt es bislang keine Angaben.

Die amerikanische Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 7,8 an. Indonesische Behörden sprachen von einer Stärke von 7,2. Das Epizentrum habe rund 200 Kilometer nordwestlich der Stadt Sibolga gelegen, in einer Tiefe von etwa 40 Kilometern unter dem Meeresboden.

Während sich die Erde zwischenzeitlich wieder beruhigte, herrscht nun große Angst vor einem Tsunami in Indonesien, Malaysia und Thailand. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung aus.

Sumatra ist in den vergangenen Monaten von einer Serie von Beben erschüttert worden, zuletzt im September 2009. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,6 starben mindestens 75 Menschen.

Die bisher schwerste Katastrophe ereignete sich am 2. Weihnachtstag 2004, als ein Erdbeben der Stärke 9,2 die Region heimsuchte. Bei dem Beben und dem darauf folgenden Tsunami waren insgesamt mehr als 230 000 Menschen ums Leben gekommen. Die Flutwelle breitete sich über tausende Kilometer im Indischen Ozean aus und zerstörte Küstenregionen in Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand und auf den Malediven.

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