Erdbeben in Italien: Warnung wurde missachtet – Krankenhäuser überfüllt

Italien wurde in der Nacht von einem schweren Erdbeben mit Zentrum in der Nähe von der Hauptstadt Rom erschüttert. Gegen halb vier Uhr morgens brach die Katastrophe über das Land herein und überraschte tausende Menschen im Schlaf.

Bereits 27 Todesopfer wurden geborgen. Hunderte Menschen wurden verletzt. Retter graben verzweifelt nach Verschütteten.10 000 Häuser wurden beschädigt.

Der für den Zivilschutz zuständige Untersekretär Guido Bertolaso bezeichnet das Beben als „schlimmste Tragödie seit Beginn des Jahrtausends“ für sein Land.

Unter anderem aus Deutschland, Russland, Frankreich, Griechenland und der Europäischen Union gebe es Hilfsangebote, sagte Agostino Miozzo vom italienischen Zivilschutz. Nach einer ersten Einschätzung der Lage brauche Italien jedoch keine Unterstützung aus dem Ausland.

Vor dem Krankenhaus in L’Aquila mussten Verletzte sogar unter freiem Himmel versorgt werden. Die Notaufnahme ist völlig überfüllt.

Nur ein einziger Operationssaal könne genutzt werden. Die am schwersten Verletzten wurden per Hubschrauber in benachbarte Krankenhäuser transportiert.

Nun wird bekannt, dass deutliche Warnungen in den vergangenen Tagen wohl missachtet, sogar verspottet worden seine.

Am Freitag hatte der Erdbebenforscher Giampaolo Giuliani vom Nationalen Institut für Physik in Gran Sasso vor einem starken Beben in L’Aquila und Umgebung gewarnt. Wie mehrere Quellen berichten, hätte seine Warnung eine Panik ausgelöst. Behörden hätten ihn scharf kritisiert und nicht ernst genommen. Medien verspotteten die Vorhersage. Jetzt ist die Katastrophe eingetreten.

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