Erstes Knast-Interview: Amanda Knox verzweifelt !

Der Engel mit den Eisaugen ist verurteilt. 26 Jahre Haft wegen Mordes. Die 22-jährige US-Studentin Amanda Knox wurde des Mordes an einer Mitstudentin für schuldig befunden. Jetzt sitzt das junge Mädchen in Haft.

Aus der Zelle gab sie nun ihr erstes Interview und offenbart ihre Verzweiflung.

„Ich habe Angst, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Es gibt vieles, was ich nicht verstehe, aber ich muss es akzeptieren, auch wenn es mir nicht fair erscheint“, sagte Knox in ihrer neun Quadratmeter großen Zelle in einem Gefängnis bei Perugia. „Ich warte und hoffe.“

Das Urteil habe in ihr ein schreckliches Gefühlschaos ausgelöst. Zwei italienische Abgeordnete und Gefängnisvertreter, die von Reportern der Nachrichtenagenturen AP und ANSA begleitet wurden, besuchten die Gefangene.

„Die Wachen haben mir geholfen.“ Obwohl sie Angst habe, vertraue sie nun auf ihre Familie, die sie zur Ruhe mahne. Zudem steht sie nach eigenen Angaben in Kontakt mit ihren Professoren.

„Ich vermisse den Unterricht.“ Sie versuche herauszufinden, ob eine Fortsetzung des Studiums im Gefängnis möglich ist.

Der 22-Jährigen ist es im Gefängnis gestattet, Briefe zu schreiben, allerdings keine E-Mails. Die Studentin sitzt zusammen mit einer 53-jährigen Amerikanerin in Haft.

Knox war nach einem spektakulären Prozess wegen Mordes und sexueller Nötigung ihrer britischen Mitbewohnerin zu 26 Jahre Haft verurteilt worden.

Trotz strittiger Beweislage und Unschuldsbekundungen der Angeklagten, erklärten die Geschworenen Knox und ihren früheren Freund Raffaele Sollecito für schuldig, die Britin Meredith Kercher vor zwei Jahren grausam getötet zu haben. Sollecito muss eine 25-jährige Haftstrafe absitzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.