Fall Kassandra: Opfer kann sich nicht erinnern !

Die neunjährige Kassandra aus Velbert wurde brutal misshandelt, halb tot geprügelt und in einen Gully gestopft. Offenbar wurde sie nun erstmals zu ihrem Erinnerungsvermögen an die schreckliche Tat befragt. Doch das niederschmetternde Ergebnis: Kassandra kann sich an nichts erinnern.

Schwer verletzt lag das kleine Mädchen halb tot rund 1,5 Meter tief in einem Kanalschacht. Nur ein Rettungshund konnte das Mädchen mit seiner feinen Nase aufspüren.

Der mutmaßliche Täter ist ein 14-jährige Sonderschüler. Er bestreitet die Tat, gibt sich kühl und emotionslos.

Jetzt befürchten die Bürger in Velbert, dass der mutmaßliche Täter wohl schon bald wieder unter ihnen sein könnte. Seine Anwältin hat bereits angekündigt die Inhaftierung massiv anfechten zu wollen.

Dabei ist sich die Polizei auf Grund von Indizien sicher, den richtigen Täter verhaftet zu haben.

Faserspuren an Kassandras Jacke belasten den Jungen. Die Polizei hatte aber auch auf die Aussage des Mädchens gehofft.

Daraus wird nun erst einmal nichts. Am Mittwochnachmittag durften Ermittler Kassandra zum ersten Mal vorsichtig befragen. Ihr Gesundheitszustand hat sich gebessert.

Doch die schweren Kopfverletzungen haben Kassandra das Erinnerungsvermögen gestohlen, vielleicht für immer.

Astrid Denecke, die Anwältin von Anton K., will ihren jungen Mandanten jetzt aus der Untersuchungshaft holen. Sie sagt: „Die Beweislage rechtfertigt keine Inhaftierung.“ Die Anwältin weiter: „Ich habe allergrößte Zweifel an der Täterschaft meines Mandanten.“

Die Polizei ist dagegen sicher: „Wir haben den Richtigen.“

Über das Motiv rätselt die Polizei weiter. Eine mögliche Spur: Anton K. ist eventuell selbst missbraucht worden. Die Polizei prüft entsprechende Vorwürfe gegen einen Geschäftsmann aus Velbert.

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