Fall Kassandra: Tatverdächtiger legt Haftbeschwerde ein

Der mutmaßliche Peiniger der kleinen Kassandra (9) aus Velbert könnte in Kürze wieder in Freiheit sein. Seine Anwältin legte für den 14-jährigen Sonderschüler jetzt Haftbeschwerde ein.

Es gebe „weder ein einziges objektives Beweismittel noch einen Haftgrund“, sagte die Hamburger Strafverteidigerin Astrid Denecke der „Süddeutschen Zeitung“.

Die von den Ermittlern vorgebrachten Indizien seien „äußerst dürftig“. So seien etwa die festgestellten Faserspuren an Kassandras Jacke lediglich „materialgleich“ mit einem Pullover ihres Mandanten.

Laut Denecke sei nicht einmal sichergestellt, ob die Faserspuren farbidentisch sind.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal will dagegen den dringenden Tatverdacht aufrecht erhalten. „Ich wüsste nicht, warum wir das korrigieren sollten“, sagte ein Ermittler laut der Zeitung. Die Entscheidung über die Haftbeschwerde trifft das zuständige Amtsgericht.

Die Polizei hatte bislang immer gehofft, dass sich Kassandra an die Tat und den Täter möglicher Weise erinnern könne, doch bislang konnte das Mädchen keine konkreten Angaben machen.

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