Fast 7 Jahre Haft: Kinderschänder Shanti verurteilt

Der ehemalige Sektenführer und Musikproduzent, Oliver Shanti ist wegen Kindesmissbrauch in 76 Fällen vom Landgericht München nun verurteilt worden. Fast sieben Jahre wird der 61-jährige, gebürtige Hamburger nun hinter Gitter müssen. Er wurde zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Ursprünglich war Shanti angeklagt, zwei Mädchen und vier Jungen in 314 Fällen sexuell missbraucht zu haben. Weil sich aber eines der weiblichen Opfer im Prozess als nicht sonderlich glaubwürdig entpuppte, wurde die Anzahl der Übergriffe auf 76 reduziert.

Die Kinder seien zum Tatzeitpunkt zwischen 8 und 16 Jahre alt gewesen. Nach Angaben der Ermittler fanden die Übergriffe auf die Kinder bereits in den 80er und frühen 90er Jahren sowohl in München als auch in Portugal statt.

Zudem soll der Verurteilte die Gerichtskosten und die Kosten der Nebenkläger übernehmen, sagte der Vorsitzende.

Im Laufe der Prozesses räumte Shanti ein, mit drei Jungen sexuelle Kontakte gepflegt zu haben. Allerdings wären die Jungen bereits im Alter von 15 bis 17 Jahren gewesen. Damit wären die Handlungen nicht strafbar.

Alle weiteren Vorwürfe stritt er ab. Vor allem an Mädchen hätte er kein Interesse gehabt. Die Nebenkläger erwägen nun in Revision zu gehen.

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