Flut-Katastrophe in Istanbul: Aufräumarbeiten und Trauer

So eine Flut hat Istanbul noch nie gesehen. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten nach der verheerenden Flut-Katastrophe in den vergangenen 48 Stunden.

Die heftigsten Unwetter seit 80 Jahren forderten 31 Menschen. Eine Springflut richtete in der Stadt massive Zerstörung an. Die Trauer und das Entsetzen ist groß.

Viele sagen: Es war wie ein Tsunami !

Zwei Flüsse fließen durch Istanbul, Großstadt der Türkei mit rund 15 Millionen Einwohnern. Zwei Meter hoch stieg das Wasser über die Ufer und überraschte die Menschen im Morgengrauen.

In den schlammigen Fluten schwammen Menschen um ihr Leben, Bewohner retteten sich auf Hausdächer. 24 Menschen wurden allein in Istanbul in den Tod gerissen, viele von ihnen ertranken in den Stadtteilen Ikitelli und Halkali in ihren Autos. Häuser und Brücken wurden von den reißenden Fluten zerstört.

Während sich eine Mutter mit ihrer Schwester aus einem Auto retten konnten, wurde ein Mädchen samt Wagen davon gespült. Noch sind nicht alle Vermissten wieder gefunden. Die Opferzahl könnte noch weiter steigen.

„Es ist eine Katastrophe“, sagte Vize-Gouverneur Hikmet Cakmak. Die Straße zum Flughafen Istanbuls war unpassierbar, ebenso die Autobahnen nach Griechenland und Bulgarien. Experten glauben: Die völlig zugebauten Städte haben die Katastrophe begünstigt. Das Wasser fand keinen anderen Weg als die Straßen. Beängstigend: Für heute sind weitere heftige Regenfälle vorhergesagt.

Unwetter auch in anderen Teilen der Welt: In Südamerika tötete ein Sturm mindestens 17 Menschen. In Afrika starben 159 Menschen bei schweren Überschwemmungen, 600 000 mussten fliehen.

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