Geisterschütze auf der A3: Heckenschütze beschießt Autofahrer

Ein rätselhafter Heckenschütze macht Autobahnen in Europa unsicher. Jetzt wurde auch in Deutschland eine Frau angeschossen. Das Projektil traf die Autofahrerin auf der A 3. Sie verursachte durch die Verletzung einen Unfall. Die Polizei hat nach einer entsprechenden Meldung in den Medien nun weitere Schilderungen über Beschuss auf deutschen Autobahnen gesammelt.

Nach den rätselhaften Schüssen auf die Autofahrerin auf der A 3 hat nun eine Sonderkommission die Ermittlungen übernommen.

Im In- und Ausland sorgen mehr als 200 ähnliche Fälle für Aufregung.

Das Muster ist stets gleich: Unbekannte schießen an Autobahnen auf Fahrende Pkw. Seit Juli 2008 habe das Bundeskriminalamt (BKA) 248 solcher Fälle im In- und Ausland registriert, sagte eine BKA-Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk.

Weil die Einschusslöcher meist erst bei der Ankunft bemerkt würden, sei in vielen Fällen unklar, wie und wo genau die Schüsse abgegeben wurden.

„Wir versuchen, die Tatorte einzugrenzen“, so die Sprecherin. Beim BKA gehe man davon aus, dass die Schüsse überwiegend entlang von Autobahnen abgegeben werden und dabei vor allem Baustellenbereiche und Autobahnkreuze in Frage kommen.

„Wir sammeln alle Fälle und werten diese in Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeidienststellen aus.“

Die 40-jährige Frau aus Sachsen war am Dienstagabend (10.11.09) gegen 18.10 Uhr auf der A3 in Höhe des Würzburger Stadtteils Heuchelhof von der Fahrbahn abgekommen. Sie fuhr in die Leitplanke und kam erst nach rund 100 Metern zum Stehen. Erst als die Schwerverletzte medizinisch versorgt wurde, entdeckten die Helfer ein Projektil in ihrem Hals. „Die Frau hat den Schuss gar nicht wahrgenommen“, sagte ein Sprecher der Würzburger Polizei. Er bezweifelte, dass sie gezielt angeschossen wurde, denn dafür sei es viel zu dunkel gewesen.

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