Golf von Mexico: 10-Zentimeter-Rohr soll Öl-Pest stoppen !

Ein kleines 10-Zentimeter-Rohr soll im Golf von Mexico das auströmende Rohöl abführen ! Das ist der Plan, der Hoffnung im Kampf gegen die größte Öl-Pest aller Zeiten gibt.

Nach mehr als drei Wochen ist es nun tatsächlich gelungen durch dieses dünne, 1,5 Kilometer lange Rohr Öl und Gas vom Meeresboden abzusaugen und in einen Tanker zu pumpen. Wieviel Prozent des ausströmenden Öls auf diese Weise eingefangen werden kann, ist allerdings noch unklar. Das Öl-Leck selbst ist satte 53 Zentimeter groß.

Ingenieure hatten drei Tage daran gearbeitet, das Rohr in 1600 Metern Tiefe an die beschädigte Leitung anzuschließen. Ferngesteuerte Untersee-Roboter konnten das zehn Zentimeter dicke Rohr mitsamt einer Dichtung in die 53 Zentimeter breite Leitung stecken.

Ob es hält, ob es funktioniert ? Keiner kann das garantieren.

„Wir werden versuchen, so viel Öl wie möglich einzufangen“, sagte BP-Vizechef Kent Wells. Er schränkte aber ein: „Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wie viel Prozent es sein werden.“

Bislang strömen täglich rund 800 000 Liter Roh-Öl ins Meer.

Zusätzlich zum Abpump-Versuch hat BP auch damit begonnen, das Öl direkt am Leck mit Chemikalien zu zersetzen.

In den nächsten Tagen wollen Experten dann versuchen, das größere der beiden Lecks mit Gummi- und Faser-Müll zu stopfen und nach Möglichkeit einzubetonieren.

Seit der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 22. April sind etwa 18 000 Tonnen Öl in den Golf geflossen, erste Ölklumpen erreichten bereits Strände in den drei Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama. An den Küsten sind Naturschutzgebiete in höchster Gefahr.

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