Golf von Mexico: Stahl-Glocke soll Ölpest stoppen

Am Freitagmorgen ist im Golf von Mexico über dem Leck der versunkenen Ölplattform „Deepwater Horizon“ eine Stahl-Glocke versenkt worden, die den täglichen Ausfluss von mehr als 800 000 Litern Rohöl stoppen soll.

Die Aktion musste unter höchster Gefahr durchgeführt werden. Von dem öl-verseuchten Wasser steigen brennbare Gase auf, die durch einen einzigen Funken entzündet werden können.

Die Stahl-Glocke soll nun über die offene Ölquelle gestülpt werden und so das Leck, aus dem täglich Öl sprudelt, abdecken.

Allerdings: Die Glocke muss in mehr als 1500 Meter Meerestiefe passgenau über das Leck gestülpt werden. Bei früheren Ölkatastrophen hat diese Technik funktioniert – allerdings immer nur in flachem Wasser.

„Wir haben so etwas noch nie gemacht. Das ist sehr komplex und wir können nichts garantieren“, warnte BP-Sprecher David Nicholas.

Die Anlage soll bis zu 85 Prozent des Öls einfangen. Am Sonntag könnte mit dem Abpumpen begonnen werden.  Die Arbeiter stehen unter enormem Zeitdruck, denn gestern erreichte der Ölfilm erstmals einige unbewohnte Inseln vor Louisiana.

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