Golf von Mexiko: Gigantisches Öl-Leck unter gesunkener Bohrinsel

Im Golf von Mexiko droht jetzt doch eine gigantische Umweltkatastrophe, nachdem man eigentlich schon gedacht hatte, dass eine schwere Ölpest verhindert werden könnte. Doch nun wurde ein Leck unter der gesunkenen Bohrinsel entdeckt. Täglich strömen dort rund 160 000 Liter Öl ins Meer.

Wie die leckenden Bohr-Rohre unter Wasser gestopft werden können, ist noch völlig unklar.

Im Prinzip müsse versucht werden, „einen Korken in eine Champagnerflasche zu stecken“, erklärte Richard Metcalf von der Mid-Continent Oil & Gas Association. Am Freitag hatte es nach einem Tauchgang eines Mini-U-Boots noch geheißen, es fließe kein Öl ins Meer.

Tatsächlich aber ist das riesige Ökosystem im Golf von Mexico in akuter Gefahr durch das ausströmende Öl. Es könne im schlimmsten Fall Monate dauern bis das Leck in den Leitungen gestopft ist.

Unterdessen treibt seit dem Unglück ein drei mal 13 Kilometer großer Ölteppich auf die Küste von Louisiana zu. Die Küstenwache versucht, die nur noch 60 Kilometer entfernte Bedrohung mit einer großen Räumungs- und Säuberungsaktion einzudämmen.

Bei der Explosion auf der Ölplattform in der vergangenen Woche waren 11 Arbeiter getötet worden. Sie werden noch immer vermisst. 115 Arbeiter wurden von der Bohrinsel gerettet. 17 erlitten Verletzungen, mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Bis Freitag waren noch zwei von ihnen in Behandlung, sollten aber in der kommenden Woche entlassen werden.

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