Gottestdienst an S-Bahn Solln: Gottestdienst für ermordeten Dominik Brunner

Nicht weit enfernt von der Stelle, an dem Dominik Brunner an der S-Bahn-Haltestelle in Solln von zwei Jugendlichen brutalst ermordet wurde, haben gestern über 2000 Menschen mit einem Trauergottesdienst dem Mann gedacht, der für seine Zivilcourage sein Leben lassen musste.

Ganz bewusst waren zu der Feier keine Vertreter aus der Politik eingeladen worden, denn der örtliche und stille Charakter sollte beibehalten werden.

Zu Beginn der Andacht lasen die Priester ein kurzes Grußwort der Eltern von Dominik Brunner vor. Diese baten um Verständnis, dass sie ihren Sohn im engsten Familienkreis beisetzen wollen.

„…Uns soll nicht Dominik Brunners Tod in Erinnerung bleiben, sondern seine Tat !…“, sagte Pfarrer Christian Wendebourg.

Es wurde zudem auch für die vier Kinder, die Dominik Brunner beschützt hatte, aber auch für alle „die, die nichts tun konnten oder wollten“ gebetet. Die beiden Täter wurden ebenso in die Gebete mit eingeschlossen.

Zur gleichen Zeit standen aus Respekt vor Dominik Brunner sämtliche S- und U-Bahnen, aber auch alle Busse und Straßenbahnen in München still.

Diese Gedenkminute war vom Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) angeregt worden. Die Fahrgäste sollten damit Gelegenheit haben, um den Verstorbenen zu trauern.

Nachdem Dominik Brunner bereits posthum mit dem XY-Preis einem Preis für Zivilcourage, den das Team der Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ zusammen mit dem ZDF und dem Bundesinnenministerium 2002 ins Leben gerufen hat und der jährlich an Helden des Alltags verliehen wird, ausgezeichnet worden ist, plant Bundespräsident Horst Köhler, den S-Bahn-Helden posthum mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen.

Weiterhin soll Dominik Brunner mit einem offiziellen Trauerakt in Bayern geehrt werden.

Wann Dominik Brunner beerdigt wird, steht noch nicht fest. Dies hängt nach Worten seines Vaters davon ab, wann die Leiche durch die Staatsanwaltschaft freigegeben wird.

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