Haiti: Schweres Nachbeben schockt Opfer und Helfer

Ein schweres Nachbeben des verheerenden Erdbebens der vergangenen Woche im Inselstaat Haiti in der Karibik hat die überlebenden Opfer massiv geschockt. Am Mittwochmorgen bebte die Erde erneut mit einer Stärke von 6,1. Zahlreiche Menschen rannten in Panik auf die Straßen, schrien vor Schreck.

Unterdessen haben zahlreiche internationale Hilfs-Teams ihre Arbeit aufgenommen. Langsam erreichen die Güter die Menschen in Not.

Das Nachbeben exakt eine Woche nach dem Ursprungs-Beben ließ zahlreiche Häuser, die bereits beschädigt waren, einstürzen. Helfer vor Ort befürchten erneut Todesopfer.

„Wir waren in unserem Hotel in der Nähe des Flughafens und haben es alle herausgeschafft“, berichtete Marwin Meier von der Hilfsorganisation World Vision Deutschland. „Viele der Gebäude, die noch standen, waren schon sehr brüchig und baufällig“, sagte Meier. Weitere Tote seien zu befürchten.

CARE-Mitarbeiterin Loetitia Raymond schrieb per SMS: „Wir sind sicher, aber sprangen alle aus den Betten wie Verrückte. In den Straßen herrscht Panik.“

Bogdan Dumitru, CARE-Sicherheitsexperte: „Ich habe das Beben gefühlt. Es war stärker als alle anderen Nachbeben. (…) Die Leute haben geschrieen. Es gab ein tiefes Grollen und die Erde hat sich bewegt. Ich bin gelaufen…“

Die Sicherheitslage in Haiti hat sich unterdessen offenbar stabilisiert. „Die allgemeine Sicherheitslage in Port-au-Prince ist stabil. Es kommt nur noch vereinzelt zu Gewalttätigkeiten und Plünderungen“, erklärte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten.

Die Menschen nehmen die internationalen Hilfen dankbar an.

Das verheerenden Beben der Stärke 7,0 am Dienstag vergangener Woche forderte nach Angaben der Regierung vermutlich 200 000 Menschenleben. 250 000 wurden verletzt und 1,5 Millionen obdachlos.

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