Heldin vom Amoklauf in Bonn: Tanja O. wollte mich töten

Sie ist die Heldin des Amoklaufs im Bonner Vorort Sankt Augustin am Albert-Einstein-Gymnasium, Anna P. Zufällig störte sie Amokläuferin Tanja O. bei deren Amokvorbereitungen auf einer Toilette. Mit mutigem Einsatz rette sie ihr eigenes Leben und vermutlich das vieler Mitschüler.

Jetzt bricht die Heldin von Sankt Augustin erstmals ihr Schweigen.  „Mir geht es noch nicht so gut.“

Die Elftklässlerin hat beide Arme bandagiert.

Über den Vorfall in der Schultoilette erzählt Anna: „Sie wollte mich töten. Ich bin lebensgefährlich verletzt worden. Sie hat mir mit einem langen Messer beide Hände und Arme zerstochen. Ich habe sehr viel Blut verloren.“

Als die maskierte Tanja O. (sie hatte 10 Molotow-Cocktails in ihrem Rucksack) auf der Toilette Anna sah, zielte sie mit dem Messer sofort in Richtung des Bauches der Deutsch-Russin. Anna streckte abwehrend ihre Hände entgegen und erlitt mehrere tiefe Schnittverletzungen. Doch Tanja O. setzte immer wieder nach.

Schließlich türmte die Amokläuferin. Anna schleppte sich ins Sekretariat. Von dort aus wurden Rettungs- und Einsatzkräfte alarmeirt.

Anna war ein Zufallsopfer, wollte nach ihrer Spanisch-Klausur auf die Toilette, als sie die vermummte Zehntklässlerin überraschte. Anna: „Ich kenne die Täterin nicht persönlich.“

Fast neun Tage lag die hübsche blonde Schülerin in einer Bonner Klinik. Ein fast abgetrennter Finger wurde ihr in einer vierstündigen Not-OP gerettet. Anna ist krankgeschrieben, erholt sich daheim bei ihren Eltern, die sich rührend um ihr einziges Kind kümmern. Jedoch braucht sie psychologische Unterstützung.

Zumindest ist ihre Versetzung in die 12. Klasse sicher.

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