Hillesheim: 8. Todesopfer in Altenheim

Die rätselhafte Todesserie in einem Altenheim in Hillesheim, Trier, reißt nicht ab. Jetzt wurde das achte Todesopfer aus der Einrichtung gemeldet.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, verstarb am Ostersamstag eine 80jährige Bewohnerin in einem Krankenhaus. Sie war bereits am 23. März eingeliefert worden, seit dem 8. April hatte sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert.

Auch dieses Opfer litt an den gleichen Symptomen, wie schon vier der insgesamt sieben vorherigen Toten. Die Todesursache ist immer noch unklar.

Die Betroffenen litten an Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Auswurf.

Vor ca. drei Wochen waren in einer Abteilung der Hillesheimer Pflegeeinrichtung zwölf der 36 Bewohner erkrankt. Sieben starben. Bei vier der verstorbenen Heimbewohner fanden Rechtsmediziner bei der Obduktion der Leichname bisher unerklärliche entzündliche Veränderungen der Lungen und Atemwege. Bei den drei übrigen wurden natürliche Todesursachen festgestellt.

Der Leichnam der jüngst verstorbenen Bewohnerin soll nun ebenfalls obduziert werden.

Im Rahmen des laufenden Todesermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft wird weiter nach der Ursache der Erkrankungen gesucht. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz führt in den vier Fällen feingewebliche Untersuchungen der Atemwege und der Lungen durch. Liegt ein Infekt vor oder kann eine Fremdsubstanz nachgewiesen werden? Das Ergebnis wird in etwa zwei Wochen erwartet.

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