Hitler-Auto gefunden: Millionen-Erlös gescheffelt

Michael Fröhlich (59) ist Oldtimer-Händler. Doch jetzt ist ihm ein ganz besonderes Stück in die Hände gefallen. Der Original-Wagen von Adolf Hitler. Der Düsseldorfer durfte auf ein Millionen-Geschäft mit dem edlen Gefährt des Schreckens-Diktators hoffen.

Immerhin, sein Auftraggeber, ist ein russischer Milliardär, der Hitler-Wagen durfte schon ein bisschen was kosten. Sein Wert wird auf vier bis zehn Millionen Euro geschätzt. Doch das edle Gefährt musste erst einmal gefunden werden.

„Ich war hin und her gerissen. Es handelte sich schließlich um das Auto dieses schrecklichen Massenmörders“, erzählt Fröhlich im Kölner Express.

Wochenlang leistete Fröhlich im Internet Recherche-Arbeit, telefonierte quer durch Europa und tauschte sich mit Experten aus.

„Keiner wollte mit der Sprache rausrücken. Ein heikles Thema…“ Doch dann der Durchbruch. Fröhlich erfuhr, dass der Wagen von Adolf Hitler nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich für 2000 Reichsmark verkauft wurde.

Dann wurde er im Automuseum „Imperial Palace“ in Las Vegas beherbergt. Von dort wurde das Gefährt wieder zurück nach Europa verschifft, kam in München in die Sammlung eines Brauerei-Milliardärs. Nach dessen Tod 2008 verkaufte ihn die Witwe.

„Am Mittwoch bekam ich dann den entscheidenden Tipp, an wen.“ Und tatsächlich, Fröhlich stieß auf den original Wagen von Aadolf Hitler, einen tiefblauen Mercedes 770 K.

„Er gehörte einem Privatier, stand in einer Garage nahe Bielefeld. Er hatte sechs von diesen sehr seltenen Modellen. Sie gehörten u. a. Hitlers Adjutantur sowie dem Außenminister der Nazis, Joachim von Ribbentrop.“ so Fröhlich weiter.

Originalpapiere und Werksbücher mussten her. Das Auto wurde über alte Fotos identifiziert.

„Da stimmte sogar das Kennzeichen: 1A 148461.“

Nun konnte auch der russische Mandant informiert werden. Der reiste am Freitag gleich per Privatjet an.

„Voher hatte ich mich bei Staatsanwalt Johannes Mocken informiert, ob die Transaktion strafbar sei. Es bestanden keine Bedenken – solange keine Nazi-Symbole zu sehen seien.“

Eine Einigung zwischen Käufer und Verkäufer konnte sodann ebenfalls erzielt werden. Für mehrere Millionen Euro kaufte der Russe gleich einen gesamten Mercedes-Fuhrpark samt Hitler-Wagen. Das teure Stück kommt nach Moskau, die anderen Wagen sollen weiter verkauft werden.

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