Inzest von Amstetten: Josef Fritzl erhält Einzelzelle zum Geburtstag

Für einen Häftling ist sein Geburtstag ein Tag wie jeder andere auch in der Justizvollzuganstalt. Auch Inzest-Tyrann Josef Fritzl aus Amstetten erhält keine Sonderbehandlung. Allerdings wurde er jetzt ausgerechnet an seinem Geburtstag in eine andere Haftanstalt verlegt und erhielt eine Einzelzelle.

Bislang musste sich der Inzest-Tyrann von Amstetten eine Zelle mit einem Mitgefangenen teilen. Die Behörden wollten einem Selbstmord vorbeugen.

Am Mittwoch, den 9. April 2009 wird Josef Fritzl 74 Jahre alt.

Peter Prechtl, Stellvertretender Leiter der Wiener Vollzugsdirektion, dort ist Josef Fritzl jetzt untergebracht: „Er wird bei uns medizinisch und psychologisch untersucht. Es werden Interviews mit ihm geführt. Man wird seine Gefährlichkeit feststellen und ermitteln, ob Suizidgefahr besteht.“

Auch außerhalb der Gefängnismauern wird der Fall Fritzl weiter abgewickelt. In St. Pölten wurde das Konkursverfahren gegen das Inzest-Monster eröffnet. Zunächst wurde geprüft, welche Werte vorhanden und welche Forderungen offen sind. Insolvenzverwalter Walter Anzböck erklärte dazu, dass das Volumen feststehe. Damit die 18 Gläubiger an Geld kommen, sollen nun die Immobilien verkauft werden. Als Erstes stehen zwei Häuser in St. Pölten und in Waidhofen an der Ybbs zur Disposition.

Offen ist noch die Zukunft des Kerkerhauses in Amstetten.

„Alles ist möglich, nichts ist fix“, gab sich Anzböck bedeckt. Auch die Möglichkeit von Fotos und TV-Berichten gegen Bezahlung sei theoretisch nach wie vor möglich, denn die kompletten Forderungen der Gläubiger sind nicht allein über den Verkauf der Häuser zu decken.

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