Italien-Jackpot: Lotto-Millionär wendet sich an die Öffentlichkeit

Der italienische Lotto-Millionär, der in der vergangenen Woche das große Los in Italien zog und 147 Millionen Euro im Italien-Lotto gewann, hat sich jetzt mit einer anonymen E-Mail an die Öffentlichkeit gewandt.

Der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ wurde die anonyme Email angeblich zugespielt.

Sie zitiert daraus:

„…Ich bin tierisch angespannt, habe vor allem Angst. Ich würde am liebsten verschwinden, aber selbst das kann ich nicht. Jeder beobachtet hier jeden. Selbst in meinen schon lange geplanten Urlaub fahre ich nicht, man würde sofort Verdacht schöpfen. Der reine Wahnsinn! Ich war zwei Tage lang krank, ich habe gesehen, wie anderen mein Gewinn zugeschrieben wurde. Ich lese, dass die Mafia mein Geld will.

Ich habe sogar Angst davor, etwas zu spenden.

Ich muss aus diesem Dorf verschwinden, ohne dass es jemandem auffällt. Die sind hier alle verrückt geworden: Der Stadtrat, der Bürgermeister, sogar der Priester!!!

Was wollt ihr nur alle von mir? Lasst mich in Frieden! Ich will einfach nur Ruhe, wenn ich kann, werde ich schon allen helfen, die darum bitten.

Ich habe es heute geschafft, für einige Stunden unbemerkt aus dem Dorf zu verschwinden (das hatte ich schon vor meinem Sieg geplant), aber ich spüre immer noch die Aufregung. Ich fühle mich wie ein Verbrecher auf der Flucht.

(…) Ich bin es gewöhnt, von meinem langweiligen, schlecht bezahlten Job zu leben, ich weiß nichts über das Reichsein.

Ich habe Angst. Angst, entdeckt zu werden. Alle hier wollen auf einmal alle Hilfe von mir. Ich fühle mich schrecklich schuldig. Warum ausgerechnet ich? Warum???

(…) Zuerst dachte ich an all die Sachen, die ich jetzt machen kann. Aber die Wahrheit ist: Mir geht es schlecht, ich lebe und kämpfe gegen ein Hirn, dass zu viel denkt. Kein Platz ist sicher und geheim genug, um das Los zu verstecken. (…) Zu viel Geld, viel zu viel Geld…!“

Der Lotto-Schein, der das Ticket für die 147 Millionen bedeutet, wurde in der Zwischenzeit bei einer Bank in Mailand eingereicht. Der Gewinner selbst wird frühestens in zwei Monaten sein Geld per Scheck oder Überweisung erhalten.

Dass er sich dann an die Öffentlichkeit wenden wird, ist äußerst unwahrscheinlich.

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