Johannes Paul II: Papst-Attentäter nach 29 Jahren in Freiheit

Am Montagvormittag ist in der Türkei der Papst-Attentäter aus dem Jahr 1981, Mehmet Ali Agca, in die Freiheit entlassen worden. Der Türke schoss im Jahr 1981 mehrmals auf den damaligen Papst Johannes Paul II und verletzte ihn schwer. Zwei Jahre später versöhnte sich der Papst mit seinem Attentäter in Haft.

Vor rund zehn Jahren war der Attentäter in ein türkisches Gefängnis verlegt worden, um dort noch eine anderweitige Strafe abzusitzen. Jetzt ist es ein vermeintlich freier Mann und hat angekündigt endlich über sein Motiv für das Papst-Attentat, das er all die Jahre verschwieg, zu sprechen. Allerdings nur für Geld.

Mehemt Ali Agca plant seine Geschichte für Millionen zu verkaufen. Allerdings muss er sich damit wohl noch ein bisschen gedulen. Die türkischen Behörden wollen zunächst prüfen, ob Ali Agca zuvor nicht noch seinen Wehrdienst ableisten muss. Das berichtet der türkische Sender CNN-Türk am Montag.

Agca hatte den inzwischen verstorbenen Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 während einer Audienz auf dem Petersplatz in Rom (Italien) mit mehreren Schüssen lebensgefährlich verletzt.

Zunächst hatte der Attentäter bis 2000 in Italien in Haft gesessen.

Dann wurde er in der Türkei inhaftiert, weil er dort wegen der Ermordung eines Journalisten eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen hatte.

Als er die Gewalttaten von 1979 und 1981 verübte, gehörte Agca zur rechtsradikalen Gruppierung der „Grauen Wölfe“.

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