JVA Aachen: Zwei Wärter niedergestochen !

Die Justizvollzugsanstalt Aachen kommt nicht zur Ruhe. Schon wieder ereignete sich ein schwerer Zwischenfall. Zwei Wärter wurden von einem Häftling niedergestochen. Der Täter, ein verurteilter Mörder. Helmut Kaeber sitzt seit 1971 wegen Mordes in Haft.

Erst vor wenigen Wochen hatten die beiden Häftlinge Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski mit ihrer spektakulären Flucht durch Deutschland für Furore gesorgt. .

Jetzt sorgt Helmut Kaeber (60) für Wirbel.

Vor wenigen Tagen beleidigte er nach Auskunft des Justizministeriums einen Bediensteten der JVA. Und wurde dafür mit einer Freizeitsperre bestraft.

Folge: „Dem Gefangenen wurde der Einzelfernsehempfang entzogen“, so Andrea Bögge, Sprecherin im Ministerium. Als vier Beamte versuchten, den Fernseher aus der Zelle zu entfernen, rastete Kaeber aus. Mit einer Nagelschere stach er zu.

Ein Bereichsleiter erlitt eine Wunde am Rücken, ein anderer Bediensteter wurde an der Stirn verletzt. Schließlich gelang es dem Häftling sogar mit einer Schere und einem Messer in der Hand auf den Flur zu flüchten.
Erst ein vierköpfiges Revisionskommando konnte ihn stoppen, Kaeber wurde auf dem Boden fixiert und ergab sich.

Jetzt wurde der rabiate Häftling in die JVA Kölner Klingelpütz verlegt. Dort ist er auch kein Unbekannter. Er saß in den 90er Jahren schon einmal dort ein.

Andrea Bögge spricht von einer „unglücklichen Häufung von Zufällen“ in der JVA Aachen. Nagelscheren würden den Gefangenen auf Wunsch ausgehändigt. Das Messer sei „ein stumpfes Butterbrotmesser“ gewesen.

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