Kanalschacht-Mädchen: Kassandras Peiniger legt Geständnis ab

Vor dem Landgericht Wuppertal hat am Mittwoch der Prozess gegen den Peiniger der kleinen Kassandra begonnen. Der heute 15-jährige Täter legte zum Prozess-Auftakt ein Geständnis ab.

„Damit erspart er Kassandra einen Auftritt vor Gericht. Das, was mein Mandant jetzt an Sanktionen zu erwarten hat, bemisst sich an den Einschätzungen des Sachverständigen. Diese wird er uns noch mitteilen.“ erklärte seine Verteidigerin.

Damit steht fest, was für Ermittler offensichtlich war. Im Herbst 2009 schlug der heute 15-jährige Täter die kleine Kassandra mit einem Ziegelstein halb tot und stopfte das Mädchen in einen Gully-Schacht. Erst nach langen sieben Stunden wurde das Mädchen aufgefunden und konnte nur mit großem Glück gerettet werden.

Ein Rettungshund spürte das Mädchen auf !

Da der Angeklagte minderjährig ist, wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen. Der Schüler wurde in einem VW-Bully mit getönten Scheiben zum Gericht gebracht.

Der Prozess fand hinter verschlossenen Türen statt. Nichts drang nach draußen. Bis sich Anton K.’s Anwältin äußerte.

Hätte der Angeklagte weiter geschwiegen, wäre Kassandra womöglich schon am Freitag als Zeugin geladen worden. Jetzt bleibt ihr ein Aufeinandertreffen mit ihrem Peiniger erspart.

Das Leben von Kassandra hat sich unterdessen äußerlich wieder normalisiert. Den ersten Prozesstag verbrachte sie bei ihrer besten Freundin. Nur der Vater des Mädchens erschien im Wuppertal, um den Prozess zu verfolgen.

Opfer-Anwalt Holger Boden (56): „Kassandra geht es körperlich besser. Sie befindet sich noch in Therapie. Wie ihre seelische Verfassung ist, kann niemand ahnen.“

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